AK.Nahost Infos 17.9. 2025

  1. Bremen, Hamburg, Berlin

Do. 18.9.  Stand der Seeds of Palestine 16:30 Uhr Hauptbahnhof

Fr. 19.9. Infostand für Palästina in Gröüelingen vor der Sparkasse 13-16 Uhr

Sa. 20.9. Mahnwache und Kundgebung für einen gerechten Frieden 11:30 – 12:30  vor den Domtreppen.

Sa. 20.9. Free Gaza – Free Palestine Demo: 15:30 Uhr Ziegenmarkt 17:30 Uhr Hauptbahnhof

Hamburg, 20.9. deutschlandweite Demo „Keine Rüstung durch deutsche Häfen, keie Beihilfe zum Genozid“ 15:30 Uhr Besenbinderhof 6,

Di 23. September 2025 | 19:00 Lesung & Gespräch mit Atef Abu Saif „Leben in der Schwebe
Bremer Kriminaltheater,. Theodorstr. 18 a, Eingang über den Hof  → Sujet Verlag zu Gast im Bremer Kriminaltheater – in Kooperation mit Deutsch-Palästinensische Gesellschaft Bremen e.V.

Do. 25.9. – Sa. 27.9. 48-Stunden-Namenslesung zum Gedenken an getötete palästinensische Menschen auf dem Bremer Markzplatz, von 12 – 12 Uhr.
Wenn Sie bei der Namenslesung dabei sein wollen, schreiben Sie eine Mail an mich: cwalisch@t-online.de

Berlin: Samstag, 27. 9 Kundgebung All Eyes on Gaza — Stoppt den Genozid! 17–21 Uhr Vor dem Bundestag (Platz der Republik),
Palästinensische Gemeinde, eyes4palestine, Amnesty International, medico international  https://all-eyes-on-gaza.de/

Berlin 11.10. United for Gaza-Kundgebung 15 Uhr Brandenburger Tor: Für ein Ende des Genozids, der Besatzung, der Apartrheid, der Komplizenschaft.

Palästina-Kalender-Bremen

2. Medien

Hier noch einmal der Artikel des ehemaligen Sprechers der israelischen Knesset, Avrum Burg, über Israel und die Rolle Deutschlands, den jede(r) Deutsche lesen sollte. Er spricht unbequeme Wahrheiten aus, von denen wir alle lernen können. Der Holocaust ist vorbei – Gaza ist das Ende des Holocausts als Israels moralische Legitimität

Jetzt ist es auch UN-amtlich: Israel has committed genocide in the Gaza Strip, UN Commission finds
GENEVA – Israel has committed genocide against Palestinians in the Gaza Strip, the UN Independent International Commission of Inquiry on the Occupied Palestinian Territory, including East Jerusalem, and Israel said in a new report today. The Commission urges Israel and all States to fulfil their legal obligations under international law to end the genocide and punish those responsible for it.

The Frontline of Israel’s Ethnic Cleansing Campaign: Report from Gaza City
Israel has destroyed 50 buildings and hundreds of tents in Gaza City in two days as part of an operation to force up to a million Palestinians south.

15.9. Israel zerstört Hochhäuser in Gaza-City mit nur wenigen Minuten Vorwarnung. Das Prinzip ist „verbrannte Erde“, ein klares Kriegsverbrechen.

Opferzahlen des UN-Büro OCHA am 11.9.

Helfer: Die Zahl der seit Oktober 2023 im Gazastreifen getöteten Helfer steigt auf 540.
Zwischen dem 3. und 10. September wurden 499 Palästinenser getötet und 2.258 verletzt. Damit beläuft sich die Zahl der Opfer unter den Palästinensern seit dem 7. Oktober 2023 laut Angaben des Gesundheitsministeriums auf 64.656 Tote und 163.503 Verletzte.
Die Zahl der Opfer unter den Menschen, die versuchen, Zugang zu Hilfsgütern zu erhalten, ist auf 2.456 Tote und mehr als 17.861 Verletzte gestiegen.
israelische Opfer: Laut Angaben der israelischen Streitkräfte und offiziellen israelischen Quellen, die in den Medien zitiert werden, wurden mehr als 1.660 Israelis und Ausländer getötet, die meisten davon am 7. Oktober 2023 und unmittelbar danach. Nach Schätzungen vom 10. September befinden sich noch 48 Israelis und Ausländer in Gaza in Gefangenschaft, darunter Geiseln, die für tot erklärt wurden und deren Leichen zurückgehalten werden.
JournalistInnen:  Palestinian Journalists Syndicate (PJS) berichtete, dass von den 247 palästinensischen Journalisten und Medienmitarbeitern, die seit dem 7. Oktober 2023 im Gazastreifen getötet wurden, 31 Journalistinnen waren, darunter sechs während ihrer Arbeit.
Hungertote: Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden seit Oktober 2023 bis zum 10. September 404 Todesfälle im Zusammenhang mit Unterernährung dokumentiert, darunter 141 Kinder.

Der Freitag; Jedes Baby in Gaza ist ein Feind“: Diese genozidale Hetze hören Israelis täglich im TV 
Channel 14 ist einer der populärsten TV-Sender Israels. Autor Hanno Hauenstein legt offen, wie Moderatoren hier zum Völkermord in Gaza aufrufen und wer Werbung schaltet.
„Der Sieg wird nur unter einer Bedingung kommen […] Jetzt muss es wirklich die totale Vernichtung sein“: Dies sind die Worte des israelischen Journalisten Itamar Fleischman. Gesagt hat er sie im Programm von Channel 14, einem der populärsten Fernsehsender Israels, in dem Fleischman regelmäßig auftritt. Es ist nicht seine einzige Aufforderung zur „Vernichtung“ Gazas in den letzten zwei Jahren. Überhaupt: Auf Channel 14 sind solche Aussagen keine Ausnahme, sondern eher die Regel.
Moderatoren des Senders wie Yinon Magal oder Erel Segal sagen dort live Sätze wie diesen: „Die Zahl [der getöteten in Gaza] sollte 600.000-mal so hoch sein wie die Zahl der Ermordeten auf unserer Seite.“ Oder: „Es geht nicht nur darum, die Hamas zu töten. Jeder einzelne dieser Kannibalen muss sterben.“

Während die Vereinten Nationen tagen, sind in Palästina Taten statt Worte gefragt   Eine Gruppe von 312 ehemaligen Botschaftern und hochrangigen Beamten der EU und Mitgliedstaaten) haben ein Communique die Präsidenten Costa (Europarat), von der Leyen (EU-Kommission) und Metsola (europäisches Parlament) sowie die Hohe Repräsentantin Kallas gesandt; zudem hat die UN Leitungsebene ebenfalls unsere Mitteilung erhalten angesichts der anstehenden Tagung der UN Generalversammlung, die am 22. September in New York beginnt und auf der möglicherweise entscheidende Maßnahmen von vielen UN-Mitgliedern getroffen werden.
Sie fordern einschneidende Maßnahmen gegen Israel.

Die Abhängigkeit Israels von Unterstützungszahlungen der USA hat stark abgenommen. Der Autor Antony Loewenstein schreibt auf Seite 78 seines Buches „The Palestine Laboratory“ folgendes:
Die US Hilfe belief sich 1981 auf etwa 10 % der israelischen Wirtschaft, bis 2020 war sie jedoch auf etwa 1 % gesunken und lag bei knapp 4 Milliarden jährlich. Aus diesem Grund kümmert sich Israel weit weniger um selbst den geringsten Druck seitens der USA, illegale jüdische Siedlungen im Westjordanland, Angriffe auf Gaza oder Hauszerstörungen einzuschränken.“

Jeff Halper: Die Anerkennung Palästinas trägt zur Normalisoerung der Apartheid bei! 
J
eff Halper (ICAHD) geht in seinem Videocall für September noch einmal auf die Entwicklung ICAHDs vom Israelischen Komitee Gegen Hauszerstörungen zum Internationalen Komitee gegen Hauszerstörungen ein. Am Ende kommt er auf zur aktuellen Lage und erklärt Netanjahus Weitermachen gegen allen Widerstand.
Er warnt aber auch davor, dass die weiteren Anerkennungen Palästinas auf der UN-Vollversammlung nur dazu führen, das bisherige Apartheidsystem zu festigen, solange der Staat Palästina keine definierten Grenzen hat. So wird eine Situation wie in Südafrika geschaffen, als die schwarze Bevölkerung in Bantustans gezwängt wurde, in denen sie eine gewisse Souveränität hatte, der Staat Südafrika aber die Kontrolle über 90% des Landes hatte. Diese Art von weiterer Normalisierung der Apartheid muss bekämpft werden.
Schon jetzt besitzt Israel 78% des ehemaligen Palästinas und wird das Staatsgebiet mit der Annektion der C-Zone der Westbank auf 85% steigern. Diese Woche haben Smotrich/Ben Gvir einen Plan zu weiteren Annektionen angekündigt, der das israelische Staatsgebiet auf 88/89% des ehemaligen Mandatsgebietes ausdehnen würde.
Für die Palästinenser blieben dann nur Inseln um die palästinensischen Städte herum plus das, was noch von Gaza übrig ist. Das kann kein Staat Palästina sein!

Die EU-Kommission versuchte den Bericht des EU-Menschenrechtsbeauftragten, der den EU-Außenministern vorliegt, geheim zu halten. Dagegen klagte ein BIP-Mitglied offenbar erfolgreich,
so dass die Kommission ihn jetzt freigeben musste. Der EU-Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass Israel gegen Art. 2 des EU-Israel-Assoziierungsvertrages (Menschenrechtsklausel) verstößt.  Der Bericht beschönigt  nichts, vermutlich deshalb versuchte die EU-Kommission vergeblich, seine Veröffentlichung zu verhindern.