AK.Nahost Infos 1.4. 2026

1. Petitionen

a) Noch einmal: Die europäische Bürgerinitiative fordert  angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel
Mittlerweile sind über 500.00 Unterschriften beisammen, aber Deutschlands Quote ist bei 27% während Frankreich sein Soll übererfüllt hat (400%!)
b) Stand with Israelis Against the War 

2. Bremen
Do. 2.4. Palästina-Mahnwache 16:30 -18:00 Grasmarkt: neben dem Rathaus

Sa. 4.4.2026  
am Samstag, den 04. April fällt die Mahnwache aus. Wir treffen uns stattdessen um 11.00 Uhr am Friedenstunnel/Parkallee zum Bremer Ostermarsch.

22.4. Diskussion: Es gibt einen anderen Weg.  Die israelischen und palästinensischen Mitglieder der Combatants for Peace haben dem bewaffneten Kampf abgeschworen und engagieren sich seither für gewaltfreien Widerstand, politische Gleichberechtigung und die Einhaltung von Menschenrechten.
um 19:00 im Domkapitelsaal | Domsheide 8 | Bremen

Mo. 4.5. „Menschenrechte im Schatten der Staatsräson“ die Berichterstattung der deutschen Medien während des Gazakriegs – Vortrag mit Medienkritiker Fabian Goldmann. Veranstalter: Amnesty International, AK Nahost, biz, Bremer Friedensforum
19 Uhr im Vortragssaal Heinrichstr. 11, 28203 Bremen

Film im City46: Die Stimme von Hind Rajab
TUN/F 2025, Regie: Kaouther Ben Hania, mit Saja Kilani, Amer Hlehel, Clara Khoury, 90 Min., arab. OmU
Der Film wurde unter anderem mit dem Silbernen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig 2025 ausgezeichnet und wurde als bester internationaler Film für die Oscars 2026 nominiert.
Do. 2.4., Sa. 4.4., Mo. 6.4. + Mi. 8.4.: 20:30 // Fr. 3.4., So. 5.4. + Di. 7.4.: 18:00  // Mi. 8.4.: 15:30

4. Medien
Jetzt hat Israel sich endgültig demaskiert: ein rassistisches Gesetz wurde verabschiedet, dass die Todesstrafe nur für Palästinenser vorsieht, ein weiteres Zeichen der Apartheid:
Amnesty International: Ausweitung der Todesstrafe in Israel: Offener Brief an die Bundesregierung und an den Bundestag 
Die israelische Knesset hat aller Vorausicht am 30. März 2026 das seit langem diskutierte Gesetz zur Ausweitung der Todesstrafe verabschiedet. Dieses Gesetz, das die Todesstrafe de facto ausschließlich für Palästinenser*innen vorsieht, ist zutiefst diskriminierend. Das Gesetz verstößt gegen zahlreiche internationale Bestimmungen und Mindeststandards. Es ist ein Instrument des israelischen Systems der Apartheid.
Dazu genauere Infos inder JUNGEN WELT

Letztlich wird nur die Tötung von Palästinenser*innen ‚legalisiert‘, denn die israelischen Täter gingen schon immer straffrei aus.
Der britische Guardian berichtet: Straffreiheit garantiert
Guardian-Recherche: Seit Jahren wurde kein Israeli angeklagt – getötet wurden über 1.000 Palästinenser
Seit Beginn dieses Jahrzehnts ist in Israel kein einziger Fall strafrechtlich verfolgt worden, in dem israelische Staatsbürger palästinensische Zivilisten im Westjordanland getötet haben. Dies geht aus einer Analyse von Gerichtsdaten und öffentlichen Aufzeichnungen des britischen Guardian hervor, die vergangene Woche veröffentlicht wurde.
Laut Daten der UNO wurden seit 2020 insgesamt 1.101 Zivilisten in diesem Teil des von Israel besetzten Palästinas getötet, darunter mindestens 275 Kinder; hinzu kommen 431 Personen in der Kategorie »umstritten«, wobei auch Dutzende Mädchen und Jungen aufgeführt werden.
Die letzte Tötung durch israelische Einsatzkräfte, die zu einer Anklage führte, fand laut der in Tel Aviv ansässigen Menschenrechtsorganisation Jesch Din im Jahr 2019 statt. Damals erschoss ein Soldat den 23jährigen Ahmed Manasra und musste laut Haaretz dafür lediglich drei Monate Gemeinschaftsarbeit ableisten.

Vor den Augen des Vaters: Israelische Soldaten foltern Kleinkind in Gaza
Zigaretten und ein Nagel: Ein anderthalbjähriger Junge soll von israelischen Soldaten brutal misshandelt worden sein – offenbar, um seinen Vater zu einem Geständnis zu zwingen. etos.media-Redakteur Jakob Reimann über Berichte aus Gaza, die ein verstörendes Bild voller Verrohung zeichnen.

OCHA-Statistik: Eine gute aktuelle Übersicht über Opfer in Gaza (Palästinenser*innen, Israelis, Health Workers), Zerstörungen, Hilfslieferungen, Gesundheitsprobleme etc. bietet OCHA

BIP-Aktuell #388: Israel marschiert erneut in den Libanon ein
Die Aggression Israels verschärft die Instabilität in der Region
Israel marschiert erneut in den Libanon ein
Keine Intervention Deutschlands zugunsten Israels vor dem IGH
Wenn israelische Soldaten palästinensische Häuser in Kasernen verwandeln

„Aktion Aufschrei – Waffenhandel verbieten“ fordert Rüstungsexportstopp für die gesamte Golfregion! 

Der Spiegel: Medienverband wirft Israels Armee gewaltsamen Übergriff auf CNN-Team vor
Laut internationalem Presseverband sollen israelische Soldaten im Westjordanland Journalisten festgesetzt, bedroht und angegriffen haben. Der Sender dokumentierte den Übergriff in einem Video.

DLF: Kirchenvertreter in Jerusalem an Zutritt zu Grabeskirche gehindert

Der höchste Vertreter der katholischen Kirche in Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, ist von der israelischen Polizei am Zugang zur Grabeskirche gehindert worden. Das teilte das Lateinische Patriarchat von Jerusalem mit. Es sei das erste Mal seit Jahrhunderten, dass hohen Kirchenvertretern das Feiern des Palmsonntags in der Grabeskirche verweigert worden sei. Ministerpräsident Netanjahu begründete den Schritt mit Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg.

BIP-Aktuell #389: Israels Desinformationskampagne in Slowenien Sloweniens Israelpolitik und die Rolle von Generalmajor Giora Eiland
Israels Desinformationskampagne in Slowenien
Positionspapier der Fraktion Die Linke im Bundestag
Area B ist die neueste Front des Siedlungsprojekts