1. Protestbrief: Eine deutsche Reederei transportiert auf einem ihrer Schiffe Waffen nach Israel. Dagegen sollte man protestieren.
Amnesty: Deutsche Reederei Gerdes muss Rüstungslieferungen an Israel stoppen
https://www.amnesty.de/pressemitteilung/israel-besetztes-palaestinensisches-gebiet-deutsche-reederei-gerdes-frachtschiff-holger-g-ruestungslieferungen-stoppen
Hier ein Formulierungsvorschlag für einen Protestbrief an info@reederei-gerdes.de
Sehr geehrte Damen und Herren,
Wie Sie vielleicht wissen, wird Israel von den meisten Menschenrechtsorganisationen (Amnesty International, Human Rights Watch, B’tselem…) des Völkermords bezichtigt und auch der Internationale Gerichthof in Den Haag hält die Möglichkeit eines Völkermordes für plausibel, hat aber noch kein endgültiges Urteil gefällt. Alle Staaten, Organisationen, Firmen sind völkerrechtlich verpflichtet, einem Völkermord vorzubeugen bzw. ihn zu verhindern. Das gilt natürlich auch für Waffenlieferungen nach Israel. Da auf einem Ihrer Schiffe, Waffen nach Israel transportiert werden, möchte ich Sie warnen, nicht mitschuldig zu werden und fordere Sie auf die Lieferung zu stoppen.
2.Spenden:
– Dringender Hilfsaufruf zur Unterstützung von Gaza, Deutsch-Palästinensische Medizinische Gesellschaft: DE48 4401 0046 0999 5114 61
– Spende zum Aufbau des Gesundheitswesens in Gaza: Spenden Sie auf das Spendenkonto von Solidarität International e.V. IBAN: DE 86 5019 0000 6100 8005 84 „Gaza soll leben“ (Infos s. Anlage)
2. Bremen
Sa. 27.12. Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30 Die Mahnwache findet wieder vor den Domtreppen statt.
3. Medien
Die israelischen Angriffe gehen weiter. Das UN-Büro OCHA berichtet: Between 22 and 23 December, Israeli shelling and airstrike continued across the Gaza Strip. In North Gaza, sustained tank and artillery fire, along with small-arms fire, were reported in Beit Lahiya and Jabalya camp…..
Humanitarian Situation Update #350 | West Bank: Between 9 and 22 December, six Palestinians, including four children, were killed by Israeli forces or settlers in the West Bank. Since the beginning of the year, a total of 238 Palestinians, including 56 children (24 per cent), were killed by Israeli forces or settlers, including 223 by Israeli forces, nine by Israeli settlers,…On 10 and 14 December, according to the Palestinian Commission of Detainees’ Affairs, two Palestinian prisoners died in Israeli custody.…According to the UN Human Rights Office (OHCHR), between 7 October 2023 and 19 December 2025, at least 85 Palestinians, including a 17-year-old child, died in Israeli detention, including 54 from the Gaza Strip, 29 from the West Bank and two Palestinian citizens of Israel.
As of 2 December 2025, according to data provided by the Israel Prison Service (IPS) to Hamoked, an Israeli human rights NGO, there are 9,183 Palestinians in Israeli custody, including 1,254 sentenced prisoners, 3,359 remand detainees, 3,350 administrative detainees held without charge or trial, and 1,220 people held as “unlawful combatants.”
Between 9 and 22 December, OCHA documented 46 Israeli settler attacks against Palestinians that resulted in casualties, property damage or both. The attacks led to the killing of a Palestinian child (see above) and the injury of 24 Palestinians (of whom five were children), including 23 by Israeli settlers and one by Israeli forces…So far in 2025, OCHA has documented over 1,770 settler attacks that resulted in casualties or property damage in more than 270 communities across the West Bank.
Between 9 and 22 December, OCHA documented the demolition of 50 Palestinian-owned structures for lacking Israeli-issued building permits, which are almost impossible for Palestinians to obtain..affecting more than 2,000 people.
Overall, at least 243 Palestinian households in East Jerusalem have eviction cases filed against them in Israeli courts, the majority by settler organizations, placing more than 1,000 people, including over 460 children, at risk of forced displacement.
During the last 3 years, more than 12,000 Palestinians have been displaced due to demolitions (all types) and Israeli settler violence and access restrictions. In addition, in 2025, nearly 32,000 Palestinians have been displaced by Palestinian and Israeli forces operations in Jenin refugee camp as well as by Israeli forces operations in Tulkarm and Nur Shams refugee camps…
Berliner Zeitung: Exklusiv: Seit Liefer-Wiederaufnahme genehmigt Deutschland Waffenexporte nach Israel im Wert von 54 Millionen Euro
Nach der Wiederaufnahme der Waffenlieferungen nach Israel laufen die Genehmigungen wieder. Exklusive Zahlen, die auf eine Anfrage der Linken zurückgehen, zeigen das Ausmaß.
DLF: Historiker Omer Bartov: Israel entwickelt sich zu einem Apartheidsregime (14:42) Bartov sagt alles Wesentliche, was über den Konflikt zu sagen ist! Unbedingt hörenswert! Er nennt Deutschland als die nach den USA hauptverantwortliche Nation für einen notwendigen Kurswechsel Israels.
In Israel erodiert die Rechtsstaatlichkeit. So lautet die Einschätzung des Historikers Omer Bartov. Er sieht Anzeichen von Apartheid. Von den zwei Bevölkerungsgruppen besitze eine demokratische Rechte, die andere habe gar keine.
DLF Die Erpressung der Völkerrechtler Die USA verhängen Sanktionen gegen Richter und Richterinnen des Internationalen Gerichtshofs.
Dropsite news: Israel Is Preparing for a Permanent Presence in Gaza, Satellite Images Reveal

Tiktok soll für Israel werben:
Der Käufer von TIktok ist der jüdische Milliardär Larry Ellison ist, „der größte private Mäzen der israelischen Armee“, wie Le Monde diplomatique in ihrer Dezemberausgabe schreibt. Larry Ellisons Managerin sagt unumwunden über die künftige Aufgabe von Tiktok: “ Wenn die Mitarbeiter nicht mit unserer Mission einverstanden sind, den Staat Israel zu unterstützen, ist das vielleicht nicht das richtige Unternehmen für sie.“ So hofft Netanjahu die Jugend in den USA wieder auf eine proisraelische Linie zu bringen.
BIP-Aktuell #378: Israels Krieg gegen den Journalismus Deutsche Journalisten zum Schweigen gebracht – palästinensische Journalisten getötet
Israels Krieg gegen Journalisten
Bemerkenswert
Israelische Streitkräfte töteten einen 17-jährigen palästinensischen Jungen im südlichen Teil des besetzten Westjordanlands
BIP zitiert die Jüdische Allgemeine, die über Botschafter Pronsors Kritik am Spiegel berichtet: »Schämen Sie sich!« – Ron Prosor kritisiert »Spiegel«.
Der Spiegel hatte am Holocausttag ein Interview mit dem Holocaustforscher Omer Bartow veröffentlicht. Dazu sagte Pronsor: “ »In einer offensichtlich hasserfüllten redaktionellen Entscheidung beschloss der ›Spiegel‹, nicht etwa die Geschichten der letzten Holocaust-Überlebenden hervorzuheben oder die Bedeutung der Holocaust-Bildung für kommende Generation zu betonen. Es überließ die Bühne stattdessen einem Israeli, der bereit ist, sein Land der Unmenschlichkeit zu bezichtigen.« Der Spiegel habe einen „von Selbsthass zerfressenen“ Israeli interviewt, nämlich den Historiker Omer Bartov. Dieser gehöre zu einem »altbekannten Chor« aus »antisemitischen Juden«, zu denen der Botschafter in dem Schreiben auch Meron Mendel, Deborah Feldman und Omri Boehm zählte.
In seinem Interview mit Drop Site in Doha beschrieb Badran die Motive hinter den Angriffen vom 7. Oktober, die katastrophalen humanitären Bedingungen im Gazastreifen, die sich im Monat vor den Angriffen noch verschlimmert hatten, und das Leid, das die Palästinenser in den sieben Jahrzehnten vor Beginn der Operation Al-Aqsa-Flut im Jahr 2023 erdulden mussten. „Ich glaube, die Palästinenser hatten allgemein das Gefühl, dass sie zu einem solchen Schritt gezwungen waren, weil die Welt ihnen kein Gehör schenkte. Sie erinnern sich sicher an die Jahre 2018 und 2019, als der Große Marsch der Rückkehr stattfand – friedliche Demonstrationen. Hunderte Palästinenser wurden getötet, und dennoch hat die Welt die Botschaft nicht verstanden, ebenso wenig wie die Besatzungsmacht. Vielleicht sollte der 7. Oktober der ganzen Welt zeigen, dass die Palästinenser zu etwas fähig sind, was man nicht von ihnen erwarten würde“, sagte Badran. „Wir streben keine besseren Lebensbedingungen an – wir sind keine Minderheit, die in einem anderen Staat lebt. Wir wollen unsere politischen Rechte. Und deshalb sage ich Ihnen, dass der 7. Oktober im Grunde genommen auf dieser Idee beruht.“ Die Palästinenser wollen etwas Klares und Direktes: ihr Recht auf Selbstbestimmung, sich selbst zu regieren und einen palästinensischen Staat in Gaza, im Westjordanland und in Jerusalem mit voller Souveränität zu errichten – ohne dass uns jemand kontrolliert oder sich in unsere inneren Angelegenheiten einmischt. Das ist eine natürliche Forderung für jedes Volk. „Das ist weder unrealistisch noch unvernünftig“, sagte er. „Wenn die Welt echte Stabilität will, muss sie jetzt handeln und den Palästinensern eine echte Lösung bieten – keine Lösung, die sich auf die Verbesserung der [Lebens]bedingungen beschränkt.“
Germany’s ‘Ulm 5’: Activists Abused in Pre-Trial Detention
Ein Hoffnungsschimmer:
In Hagars Kitas in Beer Sheva werden jüdische und arabische Kinder zu Freund:innen statt zu Feind:innen.