1. Petitionen
a) Die europäische Bürgerinitiative fordert angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel
Mittlerweile sind über 500.00 Unterschriften beisammen, aber Deutschlands Quote ist bei 27% während Frankreich sein Soll übererfüllt hat (400%!)
b) Eilaktion von AI: Israel/OPT: Ayman Bani Owda seit November 2025 willkürlich in Haft
2. DPG-ZOOM-Vortrag mit Diskussion
Robert Lindner, Besatzung, Siedlungsbau und koloniale Abhängigkeiten: Die Zerstörung der palästinensischen Wirtschaft und die schleichende Annektion der Besetzten Gebiete.
Donnerstag, 26. März 2026, 19:30 Uhr
Beitreten Zoom Meeting: https://us06web.zoom.us/j/89723556840?pwd=Z5LZVRPO2tTsW1aFW9e1eXPsEyEIIY.1
Meeting-ID: 897 2355 6840
Kenncode: 788898
Do. 26.3. Palästinamahnwache 16:30 -18:00 Grasmarkt: neben dem Rathaus
Sa. 28.3.2026 Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30 Die Mahnwache findet vor den Domtreppen statt.
Sa. 28.3. Free Gaza – Free Palestine Protestmarsch 16 Uhr Hauptbahnhof, Ziel:
Film im City46: Die Stimme von Hind Rajab
TUN/F 2025, Regie: Kaouther Ben Hania, mit Saja Kilani, Amer Hlehel, Clara Khoury, 90 Min., arab. OmU
Der Film wurde unter anderem mit dem Silbernen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig 2025 ausgezeichnet und wurde als bester internationaler Film für die Oscars 2026 nominiert.
Do. 26.3., Sa. 28.3. + Mo. 30.3.: 17:30 // Fr. 27.3., So. 29.3. + Di. 31.3.: 20:00 // Do. 2.4., Sa. 4.4., Mo. 6.4. + Mi. 8.4.: 20:30
Fr. 3.4., So. 5.4. + Di. 7.4.: 18:00 Mi. 8.4.: 15:30
Once Upon a Time in Gaza
F/PS/D/P/KAT/JOR 2025 – Drehbuch, Regie: Tarzan & Arab Nasser, mit Nader Abd Alhay, Ramzi Maqdisi, Majd Eid, 90 Min., arab OmU
Gaza im Jahr 2007 leidet nach dem Wahlsieg der Hamas unter der militärischen und wirtschaftlichen Blockade durch Israel und die internationale Gemeinschaft. Der Alltag ist chaotisch. Yahya, ein verträumter Student, freundet sich mit Osama an, einem lebenslustigen Dealer mit großem Herzen. Gemeinsam steigen sie ins Drogengeschäft ein, das sie in einem Falafel-Laden verstecken. Was als harmloser Nebenverdienst beginnt, zieht bald die Aufmerksamkeit eines korrupten Polizisten auf sich, der am Verdienst beteiligt sein will – oder sie auffliegen lässt.
Jahre später findet sich Yahya in einem absurden neuen Kapitel wieder: Er wird Hauptdarsteller des ersten Low Budget-Actionfilms, der in Gaza – mit echten Waffen – gedreht wird. Ein Projekt, das die brüchige Grenze zwischen Fiktion und realer Gewalt in Gaza auf beunruhigende Weise verwischt und zu einigen Missverständnissen führt.
Für ihren dritten Spielfilm wurden die Zwillingsbrüder Nasser (Degradé 2015, Gaza mon amour 2020) in Cannes mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet.
Do. 26.3., Sa. 28.3., Mo. 30.3. + Mi. 1.4.: 20:30 // Fr. 27.3., So. 29.3. + Di. 31.3.: 18:00 // Mi. 1.4.: 20:30
4. Medien
Francesca Albanese, Sonderberichterstatterin der UNO für die von Israel besetzten Gebiete, hat in der Zeitung „Le Monde Diplomatique“ vom 12.3. ihren Kritikern geantwortet: Anatomie einer Diffamierung – Antwort an meine Kritiker
Diese Antwort ist zu einer umfassenden Analyse der Situation in Israel/Palästina geraten, die unbedingt lesenswert ist und alles beinhaltet, was man zur aktuellen Situation in Palästina/Israel wissen muss.
Krieg gegen Palästinenser – Terror durch »Siedlersoldaten«
UN-Bericht: 36.000 Palästinenser in der Westbank vertrieben. Israel der »systematischen Unterdrückung« beschuldigt
Einsatz für Menschenrechte der Palästinenser*innen unerwünscht – Amnesty stellt Verletzung der Meinungsäußerungs- und Versammlungsfreiheit in Österreich fest.
Dieser Bericht von AI Österreich könnte genauso für Deutschland verfasst werden.
Deutschland zieht seine Unterstützung Israels bei der Völkermordklage vor dem IGH zurück
Die Ampel-Koalition wollte Israel vor dem Internationalen Gerichtshof gegen den Vorwurf des Völkermords verteidigen. Doch die aktuelle Bundesregierung tritt nun von diesem Vorhaben zurück. Grund soll eine Klage Nicaraguas gegen Deutschland vor dem IGH sein.
Foltern erlaubt!
Der Militärgeneralstaatsanwalt Itai Offir, hat die Anklage gegen Reservisten fallenlassen, denen vorgeworfen wurde, einen palästinensischen Gefangenen auf der Basis Sde Teiman misshandelt zu haben. Medizinischen Unterlagen zufolge wurde ein Häftling mit Verletzungen wie gebrochenen Rippen, einer punktierten Lunge und schweren Verletzungen am Enddarm ins Krankenhaus gebracht, wie israelische Medien über die Anklage berichteten. Politischer Skandal in Israel: Als einige Soldaten festgenommen wurden, kam es zu einem ungewöhnlichen Ereignis: Demonstranten und Unterstützer der Soldaten, darunter auch israelische Abgeordnete der Knesset drangen in die Basis Sde Teiman und später in einen Militärgefängniskomplex ein, um gegen die Ermittlungen zu protestieren. In den israelischen Medien wurde das „Recht auf Vergewaltigung“ diskutiert und die Täter zu Talk Shows eingeladen und wie Helden gefeiert.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begrüßte die Entscheidung, die Anklage fallen zu lassen, und bezeichnete es als inakzeptabel, dass dies so lange gedauert habe. Er beschrieb die Männer als „heldenhafte Krieger“.
Die Vorgängerin im Amt des Militärstaatsanwalts hatte ein Video von den Folterungen weitergeleitet und wird nun angeklagt, während die Folterer freikommen.
In den mehr als zwei Jahren des genozidalen Krieges gab es nur eine einzige Verurteilung eines israelischen Soldaten wegen Übergriffen auf Palästinenser in Haft, obwohl in Israels Gefängnissystem weit verbreitete Folter und Misshandlungen dokumentiert sind, darunter auch sexualisierte Folter. 98 Palästinenser sind in Gefangenschaft gestorben.
„Eine Botschaft an alle Soldaten der IDF: Ihr dürft wüten, angreifen und misshandeln – und ihr werdet niemals bestraft“ (Haaretz vom 12.3.2026)
Kein Impfstoff für Gaza: „Seit mehr als fünf Monaten stehen 15.000 Kartons mit erkältungsmedizinischen Produkten und anderen lebenswichtigen Medikamenten für Kinder im Gazastreifen in einem Lagerhaus und warten auf die Genehmigung der israelischen Behörden, die scheinbar nie kommen wird. Für israelische Beamte sind die Erkältungsmedikamente, die ich liefern möchte, potenzielle Waffen. Israelische Beamte befürchten, dass die Hamas die Flaschen stehlen und die geringen Mengen Glycerin in den Medikamenten zur Herstellung von Sprengstoff verwenden könnte, obwohl es keine Beweise dafür gibt, dass bewaffnete Gruppen im Gazastreifen dies je getan haben oder tun könnten. Israel hat sich geweigert, anzugeben, welcher Glycerinanteil zulässig wäre,..
Aussendungen A 17/2026 der Palästinensischen Botschaft Wien
Libanon: Israel bombardiert und setzt auch weißen Phosphor ein. Einige Wochen vor dieser Eskalation drangen israelische Siedler – darunter auch Kinder – unter israelischem Militärschutz in den Südlibanon ein, pflanzten Bäume und kehrten nach Israel zurück, womit sie eine Aktion wiederholten, die sie erstmals im Dezember 2024 versucht hatten. Und Anfang dieses Jahres versprühten israelische Flugzeuge Glyphosat, eine Chemikalie zur Vernichtung von Vegetation, über Ackerland im Südlibanon
FR.Online: Michael Barenboim, „Double-Tap“-Angriffe: Israel setzt im Libanon auf die gleiche Taktik wie im Gazastreifen
Von „Gazafizierung“ (Gazafication) spricht man, wenn diese Handlungen auf ein anderes Gebiet übertragen werden, oft im Zusammenhang mit der West Bank. Laut Nabih Bulos, Leiter des Nahost-Büros der LA Times, erkennen Libanes:innen „in den Konturen von Israels Vorgehen die ‚evacuate, eliminate, erase‘-Doktrin, die bereits gegen die Hamas im Gazastreifen angewandt wurde. Diese Strategie besteht darin, Gebiete durch pauschale Evakuierungsbefehle zu entleeren, dortigen Widerstand zu beseitigen und anschließend zivile sowie medizinische Infrastruktur zu zerstören, um sicherzustellen, dass niemand zurückkehrt.“
…Israel in den zwölf darauffolgenden Monaten das Waffenstillstandsabkommen über 10.000 Mal gebrochen. Die Behauptung, die Hisbollah hätte diesen Krieg am 2. März 2026 mit neuerlichem Raketenbeschuss begonnen, ist somit irreführend.
… Von Double-Tap“ Angriffen spricht man, wenn kurz nach dem ersten Angriff (z.B. 2 Minuten später) ein weiterer folgt. Dieses Muster kennen wir aus Gaza, wo laut einer Untersuchung des israelisch-palästinensischen Online-Mediums „+972 Magazin“ das israelische Militär routinemäßig palästinensische Rettungskräfte, Sanitäter:innen und andere Zivilist:innen beschießt, um zu verhindern, dass sie Verwundete retten.
Die Evangelische Kirche und der Genozid in Gaza – Protokoll eines moralischen Desasters
Zwischen Staatsräson, innerkirchlichem Druck und politischer Anpassung: Der Text zeichnet nach, wie die Evangelische Kirche in Deutschland sich seit dem 7. Oktober 2023 einseitig auf Seiten Israels positionierte – und dabei das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung systematisch ausblendete. Anhand von Stellungnahmen, Predigten und kirchlichen Entscheidungen entsteht das Bild einer Institution, die Kritik delegitimiert, Begriffe tabuisiert und sich zunehmend von internationalen kirchlichen Stimmen isoliert. Der evangelische Theologe Manfred Jeub analysiert ein moralisches Versagen, das vom Schweigen über Verharmlosung bis hin zur aktiven Parteinahme reicht.
Aus der israelischen Zeitung Ha’aretz: „Schutz der Zivilisation vor fanatischen Muslimen“: Netanjahu und sein Sohn schließen sich auf der CPAC in Ungarn der europäischen Rechtsextremen an, um gegen Migranten und den „Woke-Virus“ zu mobilisieren
Auszüge: Die Netanyahus teilten sich die Bühne mit einer Reihe rechtsextremer europäischer Politiker, darunter Vertreter der deutschen Alternative für Deutschland (AfD) und der österreichischen Freiheitlichen Partei (FPÖ) – Parteien, die Israel wegen ihrer antisemitischen Wurzeln und Mitglieder offiziell boykottiert – sowie anderen rechtspopulistischen Politikern aus Argentinien, Brasilien, Belgien, den Niederlanden, Österreich, Portugal, Estland, Polen, Spanien, Paraguay und Italien.
… Netanjahu, der nicht selbst kommen konnte, dankte in einer Video-Botschaft der CPAC dafür, dass sie zu Israel steht, während es „die gemeinsame Zivilisation vor radikalen fanatischen Muslimen schützt“, die „jeden in Ihren Ländern bedrohen“. „Ich möchte meinem Freund Viktor Orbán danken, der ein Fels in der Brandung ist … Ich kenne viele Staats- und Regierungschefs weltweit, aber ich kann Ihnen sagen, dass er ganz oben steht. Viktor Orbán steht für Stabilität, Sicherheit und Schutz“, fügte Netanjahu hinzu.
Netanjahus Sohn war jedoch vor Ort. Auf den religiösen Aspekt des Krieges angesprochen, sagte Netanjahu, dass nach den Juden die Christen an der Reihe seien, und behauptete, dass „Christen im gesamten Nahen Osten ethnisch gesäubert werden“ und dass sie nur in Israel sicher seien und ihre Bevölkerung wachse.
Orban: „Es steht mehr auf dem Spiel als je zuvor“, sagte Orbán, der Mann der Stunde, der die illiberale rechte Bewegung als „die größte politische Neuausrichtung im Westen der letzten 100 Jahre“ anpries, „mit den USA als Epizentrum und Ungarn als Vorposten“. Er griff die EU dafür an, dass sie in den letzten zwei Jahrzehnten Migranten „an erste Stelle“ gesetzt habe, „die Terrorismus, Kriminalität sowie Antisemitismus und Antichristentum mitbrachten“.
Alice Weidel (AfD) wurde von Orban „die mutigste politische Führerin Europas“ genannt. Sie sagte: „Wir werden erneut für unsere Freiheit und Selbstbestimmung kämpfen müssen. Die Mittel werden andere sein, aber der Mut und die Entschlossenheit, die eiserne Entschlossenheit, müssen genau dieselben sein wie bei unseren Vorfahren“,…
UN expert says world has given Israel ‘licence to torture Palestinians’
UN Special Rapporteur Francesca Albanese says torture ‘has effectively become state policy’ in Israel. Hier ein Video, in dem sie den Bericht vorstellt (9 Min.).
Frankfurter Rundschau-online: „Israel verwandelt Haftsystem in Netzwerk von Folterlagern“
Der Artikel in der Printausgabe heisst: „Israel vertieft die ethnische Säuberung im Westjordanland“