- Petitionen
a) Die europäische Bürgerinitiative fordert angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel
Das Assoziierungsabkommen bietet Israel vielfältige Handelsvorteile. Die EU ist mit ca. 34% Israels wichtigster Handelspartner. 2024 betrug der Gesamtumfang des Handelsvolumens zwischen Israel und der EU 42,6 Mrd. Euro. Durch das Abkommen hat Israel freien Zugang zu europäischen Märkten. Technische Handelshemmnisse wurden sukzessive abgebaut. Dadurch sparen israelische Exporteure jährlich etwa 227 Mio. Euro an Zöllen.
Alle bisherigen Versuche, das Abkommen auszusetzen, scheiterten am Veto Deutschlands, Italiens, Ungarns, Österreichs und Tschechiens. Die Initiative muss von mehr als einer Million EU-Bürger unterzeichnet werden.
Diese müssen aus mindestens sieben EU-Ländern stammen, in denen eine Mindestquote erreicht werden muss. Für Deutschland liegt dieses Quorum bei 69.120 Stimmen. Bei Erfolg der Initiative muss die Europäische Kommission Stellung beziehen und es wird Debatten im Europäoischen Parlament geben.
Die Initiative wird im DPG Rundbrief vom 13.1. genauer erklärt.
b) Amnesty International Postkarte mit Forderungen an Kanzler Merz: Der Völkermord ist noch lange nicht vorbei
2. Spenden
Gaza dringende Unterstützung
3. Bremen
Fotoausstellung – GAZA – Before and After, Bürgerhaus Hemelingen, Godehardstr. 4, 28309 Bremen Mo.-Do: 8-22 Uhr, Fr. bis 20 Uhr.
Ursula Mindermann (Vizepräsidentin der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V.) hat eine Ausstellung mit Bildern von zehn Fotografen aus Gaza zusammengestellt und in Bremen am 23. Januar 2026 im Bürgerhaus Bremen-Hemelingen vorgestellt. Die Bilder zeigen Eindrücke aus Gaza vor dem 7.10.2023 und das anschließende Ausmaß der Zerstörungen durch das israelische Militär. Außerdem den Alltag der Menschen, die immer wieder vertrieben werden, in ihrem unermeßlichen Elend.
Sa. 31.1.2026 Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30 Die Mahnwache findet wieder vor den Domtreppen statt.
Sa. 31.1. Free Gaza-Free Palestine Protestmarsch: Start: 14 Uhr Hauptbahnhof, Ziel: Marktplatz.
Sa. 7.2. Demo und Kundgebung des neuen Bündnisse „Gemeinsam-für-Palästina“ Beginn: 14:30 Weitere Infos folgen
Seeds of Palestine • Uni4Pali • Defend Kurdistan • Solid • Antira United • SDS Bremen • AStA • MERA25/DiEM25 Bremen • LAG Palästina Solidarität der Linken Bremen • Bremer Friedensforum • Soili Asyl • Palästina Kalender • SAV • KJ • Jüdische Stimme Deutschland • SDAJ Bremen-Oldenburg • MLPD • FemRef Bremen • AK Nahost • Sozialismus von unten • Oldenburg 4 Palestine • KV die Linke Oldenburg Land / Delmenhorst • Alhambra für alle • Oldenburg4Pali • À gauche • Palästinensische Gemeinde Oldenburg • IPPNW Regionalgruppe Bremen • Umweltgewerkschaft•DKP •Die Linke BAG Palästina Solidarität • EndeGelände •MERA 25 HH•MERA25 Niedersachsen • Frauenrat Sêvê e.V.
Film im City46: A House in Jerusalem
Do. 29.1., Sa. 31.1., Mo. 2.2. + Mi. 4.2. / 17:30
Fr. 30.1., So. 1.2. + Di. 3.2. / 20:00
Das jüdische Mädchen Rebecca soll gemeinsam mit ihrem Vater von England nach Israel übersiedeln, um in Jerusalem einen Neuanfang zu machen. Alle außer Rebecca halten es für das Beste, da sie den Tod der Mutter bei einem Autounfall mitansehen musste. Im alten Haus der Großeltern in Jerusalem geschehen merkwürdige Dinge, für die Rebecca verantwortlich gemacht wird. Als Rebecca entdeckt, dass es im Haus ein weiteres Mädchen namens Rasha gibt, dass nur sie zu sehen vermag, spitzt sich der Konflikt mit ihrem Vater zu. Rasha, die bis 1948 mit ihrer palästinensischen Familie in dem Haus gelebt hat, bevor sie vertrieben wurden, wird zu einer imaginären Freundin. Bei ihr findet Rebecca mehr Trost als bei den Erwachsenen oder den neuen Schulkamerad*innen. Rashas nimmt sie mit in ihre Erinnerungen, in die Gassen der Stadt und zu einem Flüchtlingslager in Bethlehem. Vielleicht findet Rebecca hier die Lösung für die geheimnisvollen Geschehnisse Zuhause?
– Film im City46 „Until we talk“ 4. Februar 2026 um 19:30. Der Film begleitet die außergewöhnliche Freundschaft der israelischen und palästinensischen Friedensaktivisten Rami Elhanan und Bassam Aramin, die durch den Verlust ihrer Töchter im Nahostkonflikt verbunden sind. Mit großer Sensibilität erzählt er von ihrem jahrzehntelangen Engagement für Dialog, Verständigung und Versöhnung – und den Herausforderungen, die dieser Weg mit sich bringt. Im Anschluss laden wir zu einem Gespräch mit Regisseur Florian Mebes ein.
3. Medien
– B’Tselem says Israel runs a “network of torture camps” for Palestinians: Israeli Center for Human Rights B’Tselem said in its new report that Israel maintains a “systemic, institutionalized policy of torture and abuse” against Palestinian prisoners, charging that “the entire Israeli regime is complicit” and that the international community bears responsibility for “enabling the systemic torture” by failing to intervene. The report documents at least 84 Palestinian deaths in Israeli custody since October 2023, alongside accounts of beatings, electric shocks, sexual violence, starvation, medical neglect, and extreme overcrowding.
Die neuesten Opferzahlen laut Dropsite News (21.1.):
– The Health ministry has not updated the total death toll recorded since October 7, 2023, which on Tuesday stood at 71,551 killed, with 171,372 injured.
– Three journalists among those killed in Israeli airstrikes on Wednesday: Three Palestinian journalists—Mohammed Salah Qashta, Abdul Raouf Samir Shaath, and Anas Ghanem—were killed in Israeli attacks on Wednesday. The journalists were targeted in a strike on their car, while filming for an Egyptian government humanitarian initiative in the central town of Zahraa. Footage of the aftermath of the strike showed the targeted vehicle clearly marked with the Egyptian Committee’s logo. Over 260 journalists have been killed in Israel’s war on Gaza.
– Gaza authorities cite 1,300 Israeli ceasefire violations after 100 days: Israeli violations since the October 10 “ceasefire” have resulted in 1,820 people killed, wounded, or detained, including 483 killed, with over 96 percent struck inside residential areas far from the “Yellow Line,” according to Gaza’s Government Information Office.
– Israel allowed in just 43 percent of agreed-upon aid trucks and 13 percent of required fuel while blocking heavy equipment, shelter materials, medical supplies, and supplies necessary for power plant operations.
FR.: UN kritisieren Israels Vorgehen
Sachverständige sprechen von gezieler Gewalt gegen Bildungseinrichtungen.
Die israelische Armee hat Studentenproteste gegen die Behandlung palästinensischer Gefangener in Israel mit Tränengas und scharfer NMunition beantwortet. 41 Studenten wurden verletzt, z.T. schwer.
taz-Kommentar: Die Truppen der Staatsräson
Hierzulande hat sich ein autoritärer Anti-Antisemitismus etabliert. Nur bekämpfen seine Anhänger nicht Antisemitismus, sondern das Völkerrecht.
BIP-Aktuell #381: Trumps Friedensrat Von einem Waffenstillstand in Gaza zu Israels Bedingungen bis hin zu einer mit der UNO konkurrierenden autokratischen Organisation
- Trumps Friedensrat
- Spanien erlässt Eilmaßnahmen zum Schutz der Palästinenser
- Aktivisten starten weltweite Kampagne für palästinensische Gefangene
Karin Leukefeld, Vor den Augen der Welt „Während internationale Empörung zur wohlfeilen Pflichtübung verkommt, wird im besetzten Ostjerusalem eine rote Linie überschritten: Israel zerstört das Hauptquartier der UNRWA – und der Westen schaut zu. Der Bruch des Völkerrechts wird benannt, aber folgenlos abgeheftet. Was sagt dieses Schweigen über die „regelbasierte Ordnung“ wirklich aus?
Schicksal Tausender Vermisster aus Gaza weiterhin unbekannt
Über 8.000 Menschen werden noch immer in Gaza vermisst – weil Israel die Identifikation übergebener Leichen behindert, Massengräber zerstört und den Zugang zu weiteren verhindert und nicht verrät, wen es in seinen Foltergefägnissen gefangen hält. Aber auch, weil Maschinen fehlen, um noch immer unter Trümmer liegende Leichen zu bergen. Khaled El Hissy ist Journalist aus Jabaliya im Gazastreifen und hat sich mit diesem Thema genauer auseinander gesetzt. Hier ist die Übersetzung seines Artikels, der am 13. Januar 2026 in Electronic Intifada erschien.
Warum hat sich kein israelischer Soldat geweigert, Zivilisten zu töten? Diese Frage stellt Uri BarJoseph in dem Artikel It’s Time for Israelis to Talk About the Mass Killings of Palestinians in Gaza
Investigations in the first months of the war found that the decision-making regarding strike targets was based on artificial intelligence systems that identified individuals to kill, structures to destroy and opportunities for hitting the target. Final approval for striking the target was given by intelligence officers, but it is clear that it was almost automatic and usually given within a few seconds. That was the case even when, according to the systems‘ data output there was no certainty that the identification of the target was correct and even when the systems‘ calculation of „collateral damage“ reached 10, 15 and sometimes even 100 innocent people.
And here comes the question that no investigative committee, whether a state commission of inquiry or any other kind, will try to confront: How could it be that even within this large group, most of whose members were raised in stable, well-off families and received a liberal, secular education, not a single person, as far as we know, said „no more“ and refused to obey an order.
– Football leaders intervene to halt West Bank pitch demolition: FIFA president Gianni Infantino and UEFA League Chief Aleksandr Ceferin have reportedly stepped in to stop Israel’s planned demolition of a football pitch in the Aida refugee camp