Amnesty Petition: Israel/OPT: Rückehr nach Zanuta ermöglichen!

Im Oktober 2023 mussten alle Menschen das palästinensische Dorf Zanuta im Westjordanland verlassen. Gewalttätige israelische Siedler*innen vertrieben sie mit Unterstützung von Behörden. In dem Dorf lebten 250 Menschen, darunter 100 Kinder. Die israelische Polizei und das Militär sorgen bisher nicht für eine sichere Rückkehr. Damit verstoßen sie gegen das Völkerrecht und gegen zwei Urteile des Obersten Gerichtshofs von Israel. 

Amnesty fordert in der Petition:

  • Bitte sorgen Sie für wirksame Abhilfemaßnahmen und Entschädigungen für den Schaden, der durch Siedler*innen und das Versäumnis der israelischen Behörden, Angriffe von Siedler*innen zu verhindern, verursacht wurde, und gewährleisten Sie die Rückkehr der Einwohner*innen in ihre Häuser, wie vom israelischen Obersten Gerichtshof angeordnet. 
  • Bitte stellen Sie sicher, dass die Palästinenser*innen aus Zanuta ihr Zuhause, ihre Lebensgrundlage und die Infrastruktur, darunter die Grundschule, wieder aufbauen können.
  • Sorgen Sie bitte auch dafür, dass die rechtswidrigen Außenposten in der Nähe von Zanuta, darunter die Meitarim Farm, sofort aufgelöst werden.im Westjordanland sind im Oktober 2023 alle palästinensischen Bewohner*innen des Dorfes Zanuta aus ihrem Zuhause vertrieben worden. Verantwortlich waren gewalttätige israelische Siedler*innen, die mit Unterstützung der Behörden handelten. In der Ortschaft in den Bergen südlich von Hebron lebten 250 Menschen, darunter 100 Kinder. Die israelische Polizei und das Militär weigern sich bisher, die sichere Rückkehr der Bewohner*innen zu ermöglichen. Damit verstoßen sie gegen ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen sowie gegen zwei Urteile des Obersten Gerichtshofs Israels. 

Zwischen dem 27. Oktober und dem 1. November 2023 mussten alle 250 Bewohner*innen von Zanuta aus dem Dorf fliehen, in dem ihre Vorfahren seit dem 19. Jahrhundert gelebt hatten. Grund waren wiederholte gewaltsame Überfälle und Angriffe durch israelische Siedler*innen aus einem nahegelegenen rechtswidrigen Außenposten. Fast drei Jahre später leben die Vertriebenen noch immer verstreut an verschiedenen Orten. Sie konnten bisher trotz zahlreicher Versuche nicht nach Zanuta zurückkehren.

Am 29. Juli 2024 wies der Oberste Gerichtshof Israels die israelische Polizei und das Militär an, die sichere Rückkehr der Einwohner*innen von Zanuta zu ermöglichen und sie vor Gewalt durch Siedler*innen zu schützen. Am 3. Februar 2025 wies das Gericht dieselben Behörden erneut an, den Menschen die Rückkehr zu ermöglichen, unbefugte Personen aus dem Dorf zu entfernen und den Bewohner*innen den Wiederaufbau der seit ihrer Vertreibung zerstörten Gebäude zu gestatten. Zwei Jahre später haben die israelischen Behörden diese Anordnungen noch immer nicht umgesetzt, und das Dorf Zanuta droht dauerhaft unbewohnbar zu werden. 

Als Besatzungsmacht ist Israel verpflichtet, das Leben und die Lebensgrundlagen der Palästinenser*innen im Besetzten Palästinensischen Gebiet zu schützen – das gilt auch für die Menschen in Zanuta. Die Behörden haben Gewalt durch Siedler*innen zu verhindern und müssen die Verantwortlichen strafrechtlich verfolgen. Die Präsenz israelischer Siedler*innen im besetzten Westjordanland, einschließlich Ostjerusalem, verstößt gegen das Völkerrecht. Israelische Siedlungen und Außenposten, die auch nach israelischem Recht illegal sind, müssen daher abgebaut werden.

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