Der bekannte Holocaustforscher und Israelkritiker Omer Bartov unterwirft Israel und den Zionismus einer schonungslosen Analyse und spart auch nicht mit Kritik an der Haltung Deutschlands. Bisher hat sich noch kein deutscher Verlag gefunden, dieses wichtige Buch zu verlegen.
Arn Strohmeyer hat eine sehr lesenswerte Rezension geschrieben
Bartov ist sich sicher, dass der Schandfleck des Genozids in Gaza noch Jahrzehnte schwer auf Israel lasten wird. Die israelische Gesellschaft sieht er in einem zunehmenden Zustand der Verrohung.
Eine Überlebenschance sieht Bartov für sein Land nur, wenn es sich auf die liberalen Werte der Unabhängigkeitserklärung von 1948 zurückbesinnt: auf die Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung für alle Menschen im Staat – also auch für die Palästinenser. Die Alternative ist die Fortsetzung der gegenwärtigen Politik der Regierung Netanjahu: Die Umwandlung Israels in eine autoritäre, von der Religion bestimmte, irrationale und repressive Gesellschaft. Das bedeutet: Israel würde seinen Weg in die Katastrophe fortsetzen, das Morden und die Unterdrückung würden weitergehen und die noch vorhandenen Mauern, die die Reste der Demokratie schützen, würden abgerissen.
