Der Antisemitismusvorwurf gegen Die LINKE

Linke und Antisemitismus„Die Debatte hat die Funktion, die Linke zu schwächen“
Im taz-Interview weist der Soziologe Peter Ullrich Antisemitismusvorwürfe gegen die Linkspartei zurück. Er kritisiert eine rechte Kampagne, die strategisch eingesetzt werde.

Peter Ulrich ist Professor für Soziologie an der HWR Berlin und Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, beschäftigt sich mit sozialen Bewegungen, Polizei und den Debatten um Antisemitismus und dem Israel-Palästina-Konflikt; Mitherausgeber von „Was ist Antisemitismus? Begriffe und Definitionen von Judenfeindschaft“ (Göttingen: Wallstein, 2024). Er ist Mitglied der Linkspartei.

Auszug:

Der Antisemitismusvorwurf wird ganz klar auch strategisch eingesetzt. Aber das ist nicht nur strategisch; viele glauben das auch, wenn es oft genug wiederholt wird. Mir erscheint das wie ein kollektiver Wahn, der sich selbst bestätigt. Wenn behauptet wird, dass Berlin durch die Wahl der Linken für Juden unsicher wird, hat das keinerlei empirische Deckung.

……Damit will man ablenken vom Antisemitismus in der Mehrheitsgesellschaft, der ausgelagert wird an Migranten und Linke – und natürlich vom Grauen in Gaza und der Westbank, das anzuerkennen die Staatsräson verunmöglicht.

zum selben Thema in der taz: Linkenhass und Holocaustrelativierung.

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