Haben wir verloren?

Charlotte Wiedemann hat in der taz am 12.8. einen nachdenklichen Artikel veröffentlicht (Link)

Die Bewegung für palästinensische Rechte und Selbstbestimmung hat schmerzlich wenig erreicht. Darüber zu sprechen, ist nicht das Gleiche wie Resignation.

Haben wir verloren? Die Frage mag anmaßend klingen. Denn wer, bitteschön, soll dieses Wir sein? Ich meine alle, die sich in den vergangenen drei Jahren bemüht haben, palästinensisches Leid in Deutschland sichtbarer zu machen, in der Hoffnung, dies werde Folgen haben, humanitär und politisch. Das ist die denkbar breiteste Definition. Dennoch soll sich hier niemand zwangsintegriert fühlen. Meine Überlegungen sind das Resultat einer gewissen Verzweiflung – und vielleicht kann eine nüchterne Bilanz dazu beitragen, Auswege zu finden.

Die Bewegung für palästinensische Rechte und Selbstbestimmung hat schmerzlich wenig erreicht. Darüber zu sprechen, ist kein Defätismus. Und ob sich gewisse andere dabei die Hände reiben, interessiert mich nicht. Wir haben das gesellschaftliche Bewusstsein verändern können, aber nicht das Handeln der politischen Klasse. Und vieles ist statt besser schlimmer geworden. Die Menschen in Gaza verbringen nun schon den dritten Sommer in ofenheißen Zelten, umgeben von Trümmern und Unrat, zusammengedrängt auf einem Drittel ihres einstigen Territoriums. Israel verweigert alles, was Erleichterung verschaffen könnte, und die deutsche Politik steht – grosso modo – an Israels Seite.

Den ganzen Artikel finden Sie hier (Link).

 

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