Israelische Reaktionen auf den Film „Naza“: Schmähungen und Todesdrohungen

Der Film „Naza“ darf in Israel nicht gezeigt werden. Keiner hat ihn gesehen, aber er schlägt hohe Wellen: es gibt Schmähungen und sogar Todesdrohungen gegen die Regisseure.

Schon am 16.9. hatte die Fr berichtet: Dokumentarfilm „Naza“: Israels neue „Verräter“

Als „unerträglich“ bezeichnete Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Film, den er mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nicht gesehen hat. … Kulturminister Miki Zohar forderte, dass den Filmemachern die Staatsbürgerschaft entzogen werde. Und die Armeeführung beauftragte den Inlandsgeheimdienst Shin Bet, das Filmmaterial zu analysieren, um Rückschlüsse auf die Identität der anonymen Quellen zu erhalten.
Auch die Opposition äußerte sich kritisch zu dem Film, den man in israelischen Kinos wohl nie zu sehen bekommen wird. „Moralische Blindheit und Realitätsverlust“ wirft Netanjahus Herausforderer Gadi Eizenkot den Filmemachern vor.

Die Frankfurter Runschau berichtete am 21.9. ausführlicher darüber: „Naza“ – Mob fordert Tod der Regisseure: Schmähung eines unsichtbaren Films

Zwei Tage hintereinander versammelte sich in der vergangenen Woche ein Mob mit Gewaltparolen vor dem Haus der Eltern der Filmemacherin Rachel Szor im israelischen Savyon. Wie die Tageszeitung „Haaretz“ berichtete, forderten mehrere Demonstranten die Todesstrafe für Szor und ihren Partner Yuval Abraham, das Regie-Duo des Dokumentarfilms „Naza“. Wenn sie zurück ins Land kämen, forderte ein anderer durch ein Megafon, sollte man sie aburteilen und aufhängen.

Auch die Tagsschau berichtete darüber: „Aufgeladene Debatte über Gaza-Doku „Naza“

Auch in der Jungen Welt gab es einen Bericht: Jagd auf Filmemacher
Israel: Regierung, Opposition und Militär hetzen gegen prämierte Regisseure, deren neue Doku auf das Töten von Zivilisten in Gaza aufmerksam macht

Ab dem 1.10. soll der Film auch in deutschen Kinos gzeigt werden.

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