Jüdische Allgemeine am 20.7.26
Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir setzt sich seit Jahren für israelische Siedlungen im gesamten Gazastreifen ein. Premier Netanjahu lehnt das ab.
Mehrere israelische Minister und Koalitionsabgeordnete haben sich am Sonntag einem Marsch von Siedlungsaktivisten an die Grenze zum Gazastreifen angeschlossen. Die Teilnehmer forderten die Wiedererrichtung jüdischer Siedlungen im Gazastreifen und durchquerten dabei ein zuvor von der Armee zur militärischen Sperrzone erklärtes Gebiet. Nach Berichten vor Ort gelang es den Demonstranten jedoch nicht, in den Gazastreifen einzudringen.
Organisiert wurde die Kundgebung von der Siedlerbewegung Nachala. Sie erinnerte an den 21. Jahrestag der Räumung des ehemaligen Siedlungsblocks Gusch Katif im Zuge des israelischen Rückzugs aus dem Gazastreifen im Jahr 2005. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich 28 Minister und Abgeordnete der Regierungskoalition an der Aktion, darunter Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir, Finanzminister Bezalel Smotrich sowie mehrere Politiker der Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.
