AK.Nahost Infos 27.3. 2026

1. Petitionen

a) Die europäische Bürgerinitiative fordert  angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel
Mittlerweile sind über 500.00 Unterschriften beisammen, aber Deutschlands Quote ist bei 27% während Frankreich sein Soll übererfüllt hat (400%!)
b) 
Eilaktion von AI: Israel/OPT: Ayman Bani Owda seit November 2025 willkürlich in Haft 

2. DPG-ZOOM-Vortrag
mit Diskussion
Robert Lindner, Besatzung, Siedlungsbau und koloniale Abhängigkeiten: Die Zerstörung der palästinensischen Wirtschaft und die schleichende Annektion der Besetzten Gebiete.
Donnerstag, 26. März 2026, 19:30 Uhr
Beitreten Zoom Meeting: https://us06web.zoom.us/j/89723556840?pwd=Z5LZVRPO2tTsW1aFW9e1eXPsEyEIIY.1
Meeting-ID: 897 2355 6840
Kenncode: 788898

Do. 26.3. Palästinamahnwache 16:30 -18:00 Grasmarkt: neben dem Rathaus
Sa. 28.3.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet vor den Domtreppen statt.
Sa. 28.3. Free Gaza – Free Palestine Protestmarsch 16 Uhr Hauptbahnhof, Ziel:

Film im City46: Die Stimme von Hind Rajab
TUN/F 2025, Regie: Kaouther Ben Hania, mit Saja Kilani, Amer Hlehel, Clara Khoury, 90 Min., arab. OmU
Der Film wurde unter anderem mit dem Silbernen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig 2025 ausgezeichnet und wurde als bester internationaler Film für die Oscars 2026 nominiert.
Do. 26.3., Sa. 28.3. + Mo. 30.3.: 17:30    //  Fr. 27.3., So. 29.3. + Di. 31.3.: 20:00 //  Do. 2.4., Sa. 4.4., Mo. 6.4. + Mi. 8.4.: 20:30
Fr. 3.4., So. 5.4. + Di. 7.4.: 18:00  Mi. 8.4.: 15:30

Once Upon a Time in Gaza
F/PS/D/P/KAT/JOR 2025 – Drehbuch, Regie: Tarzan & Arab Nasser, mit Nader Abd Alhay, Ramzi Maqdisi, Majd Eid, 90 Min., arab OmU
Gaza im Jahr 2007 leidet nach dem Wahlsieg der Hamas unter der militärischen und wirtschaftlichen Blockade durch Israel und die internationale Gemeinschaft. Der Alltag ist chaotisch. Yahya, ein verträumter Student, freundet sich mit Osama an, einem lebenslustigen Dealer mit großem Herzen. Gemeinsam steigen sie ins Drogengeschäft ein, das sie in einem Falafel-Laden verstecken. Was als harmloser Nebenverdienst beginnt, zieht bald die Aufmerksamkeit eines korrupten Polizisten auf sich, der am Verdienst beteiligt sein will – oder sie auffliegen lässt.
Jahre später findet sich Yahya in einem absurden neuen Kapitel wieder: Er wird Hauptdarsteller des ersten Low Budget-Actionfilms, der in Gaza – mit echten Waffen – gedreht wird. Ein Projekt, das die brüchige Grenze zwischen Fiktion und realer Gewalt in Gaza auf beunruhigende Weise verwischt und zu einigen Missverständnissen führt.
Für ihren dritten Spielfilm wurden die Zwillingsbrüder Nasser (Degradé 2015, Gaza mon amour 2020) in Cannes mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet.
Do. 26.3., Sa. 28.3., Mo. 30.3. + Mi. 1.4.: 20:30 // Fr. 27.3., So. 29.3. + Di. 31.3.: 18:00  // Mi. 1.4.: 20:30

4. Medien

Francesca Albanese, Sonderberichterstatterin der UNO für die von Israel besetzten Gebiete, hat in der Zeitung „Le Monde Diplomatique“ vom 12.3. ihren Kritikern geantwortet: Anatomie einer Diffamierung – Antwort an meine Kritiker
Diese Antwort ist zu einer umfassenden Analyse der Situation in Israel/Palästina geraten, die unbedingt lesenswert ist und alles beinhaltet, was man zur aktuellen Situation in Palästina/Israel wissen muss. Weiterlesen „AK.Nahost Infos 27.3. 2026“

AK.Nahost Infos 18.3. 2026

1. Petitionen

a) Die europäische Bürgerinitiative fordert  angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel
Mittlerweile sind über 500.00 Unterschriften beisammen, aber Deutschlands Quote ist bei 27% während Frankreich sein Soll übererfüllt hat (400%!)
b) 
Eilaktion von AI: 
Israel/OPT: Ayman Bani Owda seit November 2025 willkürlich in Haft 

2. ZOOM-Vortrag

24.3. 18 Uhr Online Vortrag mit Helga Baumgarten zu Auswirkungen der aktuellen Lage in Westasien 
Helga Baumgarten lehrte von 1993 bis 2025 Politikwissenschaft an der Universität Birzeit. sie in Tübingen, New York, London, Beirut und Göttingen studiert und in Berlin an der FU promoviert. Lehre an der AUB in Beirut und an der F.U. Berlin.

3. Bremen
Do. 19.3. 18:00-19:30 Uhr, Claus Walischewski, Der Konflikt Israel – Palästina aus Sicht von Amnesty International, Faulenstraße 69, vhs im Bamberger, Raum 303,

Sa. 21.3.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet vor den Domtreppen statt.

4. Medien
Das ZDF -Auslandsjournal berichtete, wie israelische Siedler und das Militär Gaza einnehmen wollen (ab Minute 19:40):

Es wir in diesem Frühjahr eine neue Gaza-Flotille geben. Hier ist ein Video  dazu, dass auch die Geschichte des Nahostkonflikts aufzeigt, also die Gründe für die Reise nach Gaza. Weiterlesen „AK.Nahost Infos 18.3. 2026“

AK.Nahost Infos 11.3. 2026

1. Petitionen

a) Die europäische Bürgerinitiative fordert  angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel https://eci.ec.europa.eu/055/public/#/screen/home
Mittlerweile sind über 500.00 Unterschriften beisammen, aber Deutschlands Quote ist bei 27% während Frankreich sein Soll übererfüllt hat (400%!)

3. Spenden
a) Spendenaktion: Dialysegeräte für Gaza (s. Anhang)

4. Bremen
 Mi. 11.3. 19 Uhr Raif Hussein: „Die Palästinenserfrage aus Sicht der arabischen Staaten“ Chancen und Möglichkeiten der Palästinenser in sich verändernder Region des Nahen Osten und Israel Angestelltenkammer, Bürgherstr. 1.

Sa. 14.3.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden:
 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet vor den Domtreppen statt.

Do. 19.3. 18:00-19:30 Uhr, Claus Walischewski, Der Konflikt Israel – Palästina aus Sicht von Amnesty International, Faulenstraße 69, vhs im Bamberger, Raum 303,

Medien
Der Krieg gegen Iran hat Gaza und die Westbank aus den Nachrichten verdrängt, aber auch dort geht das Töten weiter. UN-OCHA schreibt:
According to the Ministry of Health in Gaza, between 26 February and 5 March, 18 Palestinians were killed and 41 injured in the Strip. Overall, between the onset of the ceasefire on 10 October 2025 and 27 February 2026, the UN Human Rights Office (OHCHR) in the OPT recorded the killing of at least 224 Palestinians east or near the so-called “Yellow Line” and 347 Palestinians in attacks far from it.

Die Haager Gruppe (Hague Group)
,
ein Bündnis aus über 30 Staaten, hat zum Ziel: The Hague Group is a global bloc of states committed to “coordinated legal and diplomatic measures” in defense of international law and solidarity with the people of Palestine.
“The choice is stark: Either we act together to enforce international law or we risk its collapse. We choose to act, not only for the people of Gaza but for the future of a world where justice prevails over impunity…“
Das Bündnis kam zu einer Dringlichkeitssoitzung am 4.3. zusammen, an der 35 Länder teilnahmen, um konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Sie sagen:
On February 17, 85 countries opposed any form of annexation and reaffirmed their commitment to „take concrete measures, in accordance with international law, and in line with relevant United Nations resolutions and the advisory opinion of July 19, 2024, from the International Court of Justice, to assist in realizing the right of the Palestinian people to self-determination, to counter the illegal settlement policy in the occupied Palestinian territory, including East Jerusalem, as well as policies and threats of forced displacement and annexation.“
Ihre Forderungen sind:
I. Ensure Accountability: No Safe Haven for Perpetrators of Genocide, War Crimes, Crimes Against Humanity, and the Crime of Aggression
II. Enforce Non-Recognition of Illegal Settlements
III. Cut Complicity: No Arms or Material Support

Amnesty International: Gaza: Frauen und Mädchen besonders schwer von Genozid betroffen


BIP-Aktuell #386: Das deutsche Militär lernt vom israelischen Militär 

Deutsche Soldaten trainieren mit Kriegsverbrechern
Weiterlesen „AK.Nahost Infos 11.3. 2026“

AK.Nahost Infos 4.3. 2026

1. Petitionen

a)  Solidarität mit der Jüdischen Stimme! Gemeinsam gegen Hetze und Verbotsdrohungen.

b) 
Die europäische Bürgerinitiative fordert  angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel

c) Brief an Merz, Wadephul, Klingbeil, Laschet: Betreff: Deutsche Maßnahmen gegen Menschenrechtsverletzungen und Annexion im Westjordanland

d) „No room for genocide“. BDS-Aktion gegen booking.com und AirBnB.

3. Spenden
Neu: Spendenaktion: Dialysegeräte für Gaza

4. Bremen
5.3. ZOOM-Vortrag 18 Uhr: Salah Abdel Shafi, der Botschafter Palästinas in Österreich, über „Die Situation in Palästina in Gaza und der Westbank“. Info und Anmeldung
Sa. 7.3.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet vor den Domtreppen statt.
11.3. 19 Uhr Raif Hussein: „Die Palästinenserfrage aus Sicht der arabischen Staaten“ Chancen und Möglichkeiten der Palästinenser in sich verändernder Region des Nahen Osten und Israel
Angestelltenkammer, Bürgherstr. 1.

5. Medien

pax christi verurteilt Bombardierung des Iran

Der Bundesvorstand von pax christi verurteilt die Luftangriffe der USA und Israels gegen den Iran während laufender, ergebnisoffener Verhandlungen.                                            Diese militärische Aggression ist ein völkerrechtswidriger Angriff auf einen souveränen Staat.  Auch Staatsoberhäupter, die schwerste Verbrechen begangen haben, sind vor den Internationalen Strafgerichtshof zu bringen und nicht extralegal hinzurichten. Auch das Töten von Zivilpersonen ist ein Kriegsverbrechen. Das illegale Vorgehen der USA und Israels mit den zu erwartenden Gegenschlägen droht die ganze Region des Mittleren Ostens in eine Gewalteskalation zu treiben. Dies gilt es zu verhindern. Weiterlesen „AK.Nahost Infos 4.3. 2026“

AK.Nahost Infos 25.2. 2026

1. Petitionen

a)  Solidarität mit der Jüdischen Stimme! Gemeinsam gegen Hetze und Verbotsdrohungen.

b) 
Die europäische Bürgerinitiative fordert  angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel

c) Brief an Merz, Wadephul, Klingbeil, Laschet: Betreff: Deutsche Maßnahmen gegen Menschenrechtsverletzungen und Annexion im Westjordanland

d) „No room for genocide“. BDS-Aktion gegen booking.com und AirBnB.

2. ZOOM-Veranstaltung
5.3. 18 Uhr Palästinas Botschafter in Wien spricht über: Die Situation in Gaza und der Westbank – Entwicklungen und Perspektiven. Info und Anmeldung.

3. Spenden
Spende zum Aufbau des Gesundheitswesens in Gaza: Spenden Sie auf das Spendenkonto von Solidarität International e.V.
IBAN: DE 86 5019 0000 6100 8005 84  „Gaza soll leben“

4. Bremen
Sa. 28.2.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet vor den Domtreppen statt.
Mo. 19.3. Fabian Scheidler – Friedenstüchtig (Interview und Diskussion) Heinrichstr. 11, Saal. Weiterlesen „AK.Nahost Infos 25.2. 2026“

AK.Nahost Infos 18.2. 2026

1. Petitionen

a) Die europäische Bürgerinitiative fordert  angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel

c) Brief an Merz, Wadephul, Klingbeil, Laschet: Betreff: Deutsche Maßnahmen gegen Menschenrechtsverletzungen und Annexion im Westjordanland

2. Spenden
Spende zum Aufbau des Gesundheitswesens in Gaza: Spenden Sie auf das Spendenkonto von Solidarität International e.V.
IBAN: DE 86 5019 0000 6100 8005 84  „Gaza soll leben“

3. Bremen
Sa. 21.2.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden:
 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet vor den Domtreppen statt.

4. Medien

Interessanter Artikel: Frontalangriff auf die UNO
EU entsendet Kommissarin zum ersten Treffen des Trump’schen „Board of Peace“, das den UN-Sicherheitsrat ersetzen soll, und trägt so zu seiner Legitimierung bei. Das Gremium wird von Trump wie ein Familienunternehmen geführt. Weiterlesen „AK.Nahost Infos 18.2. 2026“

AK.Nahost Infos 11.2. 2026

  1. Petitionen

a)  Solidarität mit der Jüdischen Stimme! Gemeinsam gegen Hetze und Verbotsdrohungen.

b) 
Die europäische Bürgerinitiative fordert  angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel

c) Hier sind eine Vielzahl von Mailappellen, die sich mit Israel und Gaza befassen.
Beteiligen Sie sich an den folgenden E-Mail-Kampagnen, um die palästinensischen Rechte zu unterstützen und Gerechtigkeit zu fordern. Setzen Sie sich gegen den Völkermord in Gaza ein.

2. Spenden
Spende zum Aufbau des Gesundheitswesens in Gaza: Spenden Sie auf das Spendenkonto von Solidarität International e.V.
IBAN: DE 86 5019 0000 6100 8005 84  „Gaza soll leben“

3. Bremen
Sa. 14.2.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet vor den Domtreppen statt.
Sa. 14.2. Free Gaza – Free Palestine Demo 14 Uhr Hauptbahnhof, Ziel: Domshof.

  1. Medien

Das UN-Büro OCHA meldet am 9.2.: 
– Die Gesamtzahl der vom Gesundheitsministerium seit Inkrafttreten des Waffenstillstands gemeldeten Opfer beläuft sich am 10.2. auf 581 Palästinenser in Gaza and 1,553 Verwundete.
– Obwohl das Ventil an der Mekorot-Versorgungsleitung aus Israel nach Gaza-Stadt am 2. Februar wieder geöffnet wurde, herrscht in Gaza-Stadt weiterhin ein gravierender Mangel an Trink- und Brauchwasser.
Gaza Humanitarian Response | Situation Report No. 66 
UNICEF: Mindestens 37 Kinder wurden  in diesem Jahr in Gaza getötet. 90% der Schulen sind beschädigt oder zerstört, 700.000 Kinder können nicht zur Schule gehen. Am Donnerstag zerstörte Israel die UNRWA Jabalya Preparatory Boys’ School. Weiterlesen „AK.Nahost Infos 11.2. 2026“

AK.Nahost Infos 4.2. 2026

  1. Petitionen

a) Die europäische Bürgerinitiative fordert  angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel

2. Petition an Aussenminister Wadepuhl:
Demokratische zivilgesellschaftliche Gruppen in Israel und Palästina schützen

In der Knesset steht das „NGO-Taxation Law“ vor der Abstimmung. Mit Inkrafttreten des Gesetzes müssten zivilgesellschaftliche Organisationen, die ausländische Mittel über einem bestimmten Schwellenwert erhalten, eine dreijährige Verpflichtung unterzeichnen, sich nicht an Demonstrationen, Kampagnen oder öffentlicher Kritik zu beteiligen. Eine Weigerung hätte zur Folge, dass für ihre ausländischen Geldgeber – darunter EU-Regierungen, UN-Behörden und Institutionen wie das Auswärtige Amt oder deutsche politische Stiftungen – eine Steuer in Höhe von 23 % erhoben würde. Bei Verstößen könnte diese Strafe auf 46 % steigen. Eine solche „Strafsteuer“ dürfte viele internationale Geldgeber abschrecken.

2. Spenden
Spende zum Aufbau des Gesundheitswesens in Gaza: Spenden Sie auf das Spendenkonto von Solidarität International e.V.
IBAN: DE 86 5019 0000 6100 8005 84  „Gaza soll leben“

2. Bremen

 Fotoausstellung – GAZA – Before and After,  Bürgerhaus Hemelingen, Godehardstr. 4, 28309 Bremen Mo.-Do: 8-22 Uhr, Fr. bis 20 Uhr.
Ursula Mindermann (Vizepräsidentin der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V.) hat eine Ausstellung mit Bildern von zehn Fotografen aus Gaza zusammengestellt und in Bremen am 23. Januar 2026 im Bürgerhaus Bremen-Hemelingen vorgestellt. Die Bilder zeigen Eindrücke aus Gaza vor dem 7.10.2023 und das anschließende Ausmaß der Zerstörungen durch das israelische Militär. Außerdem den Alltag der Menschen, die immer wieder vertrieben werden, in ihrem unermeßlichen Elend.Sa. 7.2.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet vor den Domtreppen statt.

Sa. 7.2. Demo und Kundgebung des neuen Bündnisse „Gemeinsam-für-Palästina“  Beginn: 14:30 Bei den Drei Pfählen (beim Wochenmarkt Hastedt) Die Demo geht durch die östliche Vorstadt bis zur Innenstadt (Domsheide) und biegt dann ab über die Kaisen Brücke in die Neustadt, über die Oster- und Westerstr. bis zum Lucie-Flechtmann-Platz.
Demoaufruf und Infos über die Forderungen und die Route: https://gemeinsam-fuer-palaestina.de/demo-07-02-2026/ Weiterlesen „AK.Nahost Infos 4.2. 2026“

Mahnwache am 31. Januar 2026 – Redebeitrag von Johannes Waehneldt

Seit über 2 Jahren verfolge ich die Ereignisse in Westasien praktisch jeden Tag. Schon kurz nach dem 7. Oktober 2023 war erkennbar, was jetzt grausame Realität geworden ist, nämlich die Vertreibung und Vernichtung des palästinensischen Volkes. Bereits im Januar 2024 hat der Internationale Gerichtshof die Plausibilität eines Völkermordes anerkannt und wiederum der Internationale Strafgerichtshof hat Haftbefehle für Benjamin Netanjahu und weitere Personen ausgestellt.

Auch wenn wir hier von Völkermord und Kriegsverbrechen sprechen können, lassen wir die juristischen Aspekte einfach beiseite und sehen uns stattdessen an, was in den letzten beiden Jahren geschehen ist.

In Gaza sind 90% aller Gebäude zerstört. Zusammen mit der Infrastruktur, also Kraftwerke, Wasser- und Abwassersysteme, Elektrizität, Lebensmittelversorgung, landwirtschaftliche Flächen – letztlich alles, was ein Volk zum Leben und Überleben braucht.

In Gaza wurden alle 36 Krankenhäuser immer wieder bombardiert, Ärzte, medizinisches Personal und Hilfskräfte entführt, verletzt oder getötet. In den Kliniken haben IDF-Schergen medizinisches Gerät wiederholt gezielt unbrauchbar gemacht.

Schulen und Universitäten wurden bombardiert und teilweise vollständig zerstört. Bücher und andere Dokumente wurden verbrannt.

Nahezu alle Moscheen, Kirchen und andere religiöse Einrichtungen wurden angegriffen, geschändet oder zerstört. Das gleiche gilt für Friedhöfe und sogar für Massengräber. Gerade aktuell hat Israel auf der Suche nach der letzten toten Geisel 700 palästinensische Gräber geschändet.

Gezielt vernichtet wurden auch Gedenkstätten, Museen – kurz, alle Einrichtungen, die der Erinnerung der palästinensischen Geschichte dienen. Dokumente und kulturelle Schätze wurde geraubt oder vernichtet.

Die ständige und wiederholte Vertreibung der Bevölkerung von einem Ort zu einem anderen; der Verlust oder die Vernichtung aller Habseligkeiten haben zu der Entstehung von improvisierten Zeltstädten geführt, in denen die Menschen in unwürdige Lebensbedingungen gezwungen wurden. Zelte stehen unter Wasser, es gibt keinen Schutz, keine Kleidung; insbesondere Babys sterben fast täglich an Unterkühlung.

Damit die Welt über all das nichts erfährt, hat Israel bis heute über 250 Journalisten gezielt ermordet.

Dieses sind alles klare Kriterien für einen Völkermord. Israels Ziel war und ist es Gaza unbewohnbar zu machen und Bedingungen zu schaffen, unter denen das Überleben des palästinensischen Volkes verhindert werden soll. Das wird auch von israelischen Politikern offen geäußert.

Dieser israelische Staatsterror ignoriert alle Maßstäbe von Menschenrecht, Völkerrecht und sogar die der immer wieder Mantra-artig heruntergebeteten „regelbasierte Ordnung“.

Trotzdem habe ich noch Fragen, die darüber hinausgehen:

  • Wer tötet ein wehrloses 5-jähriges Mädchen mit 335 Kugeln?
  • Wer greift deutlich gekennzeichnete Ambulanzen an und ermordet das Rettungspersonal?
  • Wer hetzt einen Hund auf ein autistisches Kind und lässt es dann einsam verbluten?
  • Wer lockt tausende ausgehungerte Personen zu sogenannten „Verteilerstellen“ der Gaza Humanitarian Foundation und erschießt sie dann willkürlich?
  • Wer bombardiert Zelte, im denen Intensivpatienten liegen und verbrennt sie bei lebendigem Leibe?
  • Wer veranstaltet Schieß-Wettbewerbe, mit Kindern als Zielscheibe?
  • Wer verkleidet sich als medizinisches Personal und erschießt schwer verletzte Patienten?
  • Wer durchsucht einen LKW mit Hilfslieferungen und konfisziert gezielt alle Schmerz- und Betäubungsmittel – wohl wissend, dass deshalb Kindern Gliedmaßen ohne Betäubung amputiert werden?
  • Wer foltert und vergewaltigt Geiseln und lässt sie in Konzentrationslagern sterben?

Die Liste dieser Fragen ist endlos und lässt sich zu einer einzigen Frage zusammenfassen: Wie entsteht dieses monströse Ausmaß an Menschenverachtung, an Grausamkeit, an Sadismus und wie muss man es bewerten? Wo verläuft die Grenze zwischen der kaltblütigen Durchführung dieses Massenmordes mit industriellen Mitteln einerseits und andererseits des Durchbrechens von ungebremstem Hass?

Mit ethisch moralischen Wertungen tue ich mich persönlich sehr schwer. Trotzdem kann ich nicht anders, als von dem, was in Gaza geschehen ist, als „dem Bösen“ zu sprechen, genauso wie ich es mit dem Blick auf den Holocaust und die anderen Genozide der Vergangenheit tue.

Hier hat sich die ungezügelte Aggression einer gesellschaftlichen Einheit namens Israel verselbstständigt und droht, unsere zivilisatorischen Grundfesten einzureißen. Das wollen wir nicht und deshalb stehen wir hier!

Free Palestine!

AK.Nahost Infos 28.1. 2026

  1. Petitionen

a) Die europäische Bürgerinitiative fordert  angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel
Das Assoziierungsabkommen bietet Israel vielfältige Handelsvorteile. Die EU ist mit ca. 34% Israels wichtigster Handelspartner. 2024 betrug der Gesamtumfang des Handelsvolumens zwischen Israel und der EU 42,6 Mrd. Euro. Durch das Abkommen hat Israel freien Zugang zu europäischen Märkten. Technische Handelshemmnisse wurden sukzessive abgebaut. Dadurch sparen israelische Exporteure jährlich etwa 227 Mio. Euro an Zöllen.
Alle bisherigen Versuche, das Abkommen auszusetzen, scheiterten am Veto Deutschlands, Italiens, Ungarns, Österreichs und Tschechiens. Die Initiative muss von mehr als einer Million EU-Bürger unterzeichnet werden.
Diese müssen aus mindestens sieben EU-Ländern stammen, in denen eine Mindestquote erreicht werden muss. Für Deutschland liegt dieses Quorum bei 69.120 Stimmen. Bei Erfolg der Initiative muss die Europäische Kommission Stellung beziehen und es wird Debatten im Europäoischen Parlament geben.
Die Initiative wird im DPG Rundbrief vom 13.1. genauer erklärt.

b) Amnesty International Postkarte mit Forderungen an Kanzler Merz: Der Völkermord ist noch lange nicht vorbei
2. Spenden
Gaza dringende Unterstützung

3. Bremen

 Fotoausstellung – GAZA – Before and After,  Bürgerhaus Hemelingen, Godehardstr. 4, 28309 Bremen Mo.-Do: 8-22 Uhr, Fr. bis 20 Uhr.
Ursula Mindermann (Vizepräsidentin der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V.) hat eine Ausstellung mit Bildern von zehn Fotografen aus Gaza zusammengestellt und in Bremen am 23. Januar 2026 im Bürgerhaus Bremen-Hemelingen vorgestellt. Die Bilder zeigen Eindrücke aus Gaza vor dem 7.10.2023 und das anschließende Ausmaß der Zerstörungen durch das israelische Militär. Außerdem den Alltag der Menschen, die immer wieder vertrieben werden, in ihrem unermeßlichen Elend.
Sa. 31.1.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet wieder vor den Domtreppen statt.
Sa. 31.1. Free Gaza-Free Palestine Protestmarsch:
Start: 14 Uhr Hauptbahnhof, Ziel: Marktplatz.  

Sa. 7.2. Demo und Kundgebung des neuen Bündnisse „Gemeinsam-für-Palästina“  Beginn: 14:30 Weitere Infos folgen

Seeds of Palestine • Uni4Pali • Defend Kurdistan • Solid • Antira United • SDS Bremen • AStA • MERA25/DiEM25 Bremen • LAG Palästina Solidarität der Linken Bremen • Bremer Friedensforum  • Soili Asyl  • Palästina Kalender • SAV • KJ  • Jüdische Stimme Deutschland • SDAJ Bremen-Oldenburg • MLPD • FemRef Bremen • AK Nahost • Sozialismus von unten • Oldenburg 4 Palestine • KV die Linke Oldenburg Land / Delmenhorst • Alhambra für alle • Oldenburg4Pali • À gauche • Palästinensische Gemeinde Oldenburg • IPPNW Regionalgruppe Bremen • Umweltgewerkschaft•DKP •Die Linke BAG Palästina Solidarität • EndeGelände •MERA 25 HH•MERA25 Niedersachsen • Frauenrat Sêvê e.V.

 

Film im City46: A House in Jerusalem
Do. 29.1., Sa. 31.1., Mo. 2.2. + Mi. 4.2. / 17:30
Fr. 30.1., So. 1.2. + Di. 3.2. / 20:00
Das jüdische Mädchen Rebecca soll gemeinsam mit ihrem Vater von England nach Israel übersiedeln, um in Jerusalem einen Neuanfang zu machen. Alle außer Rebecca halten es für das Beste, da sie den Tod der Mutter bei einem Autounfall mitansehen musste. Im alten Haus der Großeltern in Jerusalem geschehen merkwürdige Dinge, für die Rebecca verantwortlich gemacht wird. Als Rebecca entdeckt, dass es im Haus ein weiteres Mädchen namens Rasha gibt, dass nur sie zu sehen vermag, spitzt sich der Konflikt mit ihrem Vater zu. Rasha, die bis 1948 mit ihrer palästinensischen Familie in dem Haus gelebt hat, bevor sie vertrieben wurden, wird zu einer imaginären Freundin. Bei ihr findet Rebecca mehr Trost als bei den Erwachsenen oder den neuen Schulkamerad*innen. Rashas nimmt sie mit in ihre Erinnerungen, in die Gassen der Stadt und zu einem Flüchtlingslager in Bethlehem. Vielleicht findet Rebecca hier die Lösung für die geheimnisvollen Geschehnisse Zuhause?

Film im City46 „Until we talk“ 4. Februar 2026 um 19:30.  Der Film begleitet die außergewöhnliche Freundschaft der israelischen und palästinensischen Friedensaktivisten Rami Elhanan und Bassam Aramin, die durch den Verlust ihrer Töchter im Nahostkonflikt verbunden sind. Mit großer Sensibilität erzählt er von ihrem jahrzehntelangen Engagement für Dialog, Verständigung und Versöhnung – und den Herausforderungen, die dieser Weg mit sich bringt. Im Anschluss laden wir zu einem Gespräch mit Regisseur Florian Mebes ein.

 3. Medien

 B’Tselem says Israel runs a “network of torture camps” for Palestinians: Israeli Center for Human Rights B’Tselem said in its new report that Israel maintains a “systemic, institutionalized policy of torture and abuse” against Palestinian prisoners, charging that “the entire Israeli regime is complicit” and that the international community bears responsibility for “enabling the systemic torture” by failing to intervene. The report documents at least 84 Palestinian deaths in Israeli custody since October 2023, alongside accounts of beatings, electric shocks, sexual violence, starvation, medical neglect, and extreme overcrowding.

Die neuesten Opferzahlen laut Dropsite News (21.1.): 
– T
he Health ministry has not updated the total death toll recorded since October 7, 2023, which on Tuesday stood at 71,551 killed, with 171,372 injured.
– Three journalists among those killed in Israeli airstrikes on Wednesday: Three Palestinian journalists—Mohammed Salah Qashta, Abdul Raouf Samir Shaath, and Anas Ghanem—were killed in Israeli attacks on Wednesday. The journalists were targeted in a strike on their car, while filming for an Egyptian government humanitarian initiative in the central town of Zahraa. Footage of the aftermath of the strike showed the targeted vehicle clearly marked with the Egyptian Committee’s logo. Over 260 journalists have been killed in Israel’s war on Gaza.
– Gaza authorities cite 1,300 Israeli ceasefire violations after 100 days: Israeli violations since the October 10 “ceasefire” have resulted in 1,820 people killed, wounded, or detained, including 483 killed, with over 96 percent struck inside residential areas far from the “Yellow Line,” according to Gaza’s Government Information Office.
– Israel allowed in just 43 percent of agreed-upon aid trucks and 13 percent of required fuel while blocking heavy equipment, shelter materials, medical supplies, and supplies necessary for power plant operations.

FR.: UN kritisieren Israels Vorgehen
Sachverständige sprechen von gezieler Gewalt gegen Bildungseinrichtungen.
Die israelische Armee hat Studentenproteste gegen die Behandlung palästinensischer Gefangener in Israel mit Tränengas und scharfer NMunition beantwortet. 41 Studenten wurden verletzt, z.T. schwer.

taz-Kommentar: Die Truppen der Staatsräson 
Hierzulande hat sich ein autoritärer Anti-Antisemitismus etabliert. Nur bekämpfen seine Anhänger nicht Antisemitismus, sondern das Völkerrecht.

BIP-Aktuell #381: Trumps Friedensrat Von einem Waffenstillstand in Gaza zu Israels Bedingungen bis hin zu einer mit der UNO konkurrierenden autokratischen Organisation

  1. Trumps Friedensrat
  2. Spanien erlässt Eilmaßnahmen zum Schutz der Palästinenser
  3. Aktivisten starten weltweite Kampagne für palästinensische Gefangene

Karin Leukefeld, Vor den Augen der Welt „Während internationale Empörung zur wohlfeilen Pflichtübung verkommt, wird im besetzten Ostjerusalem eine rote Linie überschritten: Israel zerstört das Hauptquartier der UNRWA – und der Westen schaut zu. Der Bruch des Völkerrechts wird benannt, aber folgenlos abgeheftet. Was sagt dieses Schweigen über die „regelbasierte Ordnung“ wirklich aus?

Schicksal Tausender Vermisster aus Gaza weiterhin unbekannt
Über 8.000 Menschen werden noch immer in Gaza vermisst – weil Israel die Identifikation übergebener Leichen behindert, Massengräber zerstört und den Zugang zu weiteren verhindert und nicht verrät, wen es in seinen Foltergefägnissen gefangen hält. Aber auch, weil Maschinen fehlen, um noch immer unter Trümmer liegende Leichen zu bergen. Khaled El Hissy ist Journalist aus Jabaliya im Gazastreifen und hat sich mit diesem Thema genauer auseinander gesetzt. Hier ist die Übersetzung seines Artikels, der am 13. Januar 2026 in Electronic Intifada erschien.

Warum hat sich kein israelischer Soldat geweigert, Zivilisten zu töten? Diese Frage stellt Uri BarJoseph in dem Artikel It’s Time for Israelis to Talk About the Mass Killings of Palestinians in Gaza
Investigations in the first months of the war found that the decision-making regarding strike targets was based on artificial intelligence systems that identified individuals to kill, structures to destroy and opportunities for hitting the target. Final approval for striking the target was given by intelligence officers, but it is clear that it was almost automatic and usually given within a few seconds. That was the case even when, according to the systems‘ data output there was no certainty that the identification of the target was correct and even when the systems‘ calculation of „collateral damage“ reached 10, 15 and sometimes even 100 innocent people.
And here comes the question that no investigative committee, whether a state commission of inquiry or any other kind, will try to confront: How could it be that even within this large group, most of whose members were raised in stable, well-off families and received a liberal, secular education, not a single person, as far as we know, said „no more“ and refused to obey an order.

– Football leaders intervene to halt West Bank pitch demolition: FIFA president Gianni Infantino and UEFA League Chief Aleksandr Ceferin have reportedly stepped in to stop Israel’s planned demolition of a football pitch in the Aida refugee camp