AK.Nahost Infos 11.2. 2026

  1. Petitionen

a)  Solidarität mit der Jüdischen Stimme! Gemeinsam gegen Hetze und Verbotsdrohungen.

b) 
Die europäische Bürgerinitiative fordert  angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel

c) Hier sind eine Vielzahl von Mailappellen, die sich mit Israel und Gaza befassen.
Beteiligen Sie sich an den folgenden E-Mail-Kampagnen, um die palästinensischen Rechte zu unterstützen und Gerechtigkeit zu fordern. Setzen Sie sich gegen den Völkermord in Gaza ein.

2. Spenden
Spende zum Aufbau des Gesundheitswesens in Gaza: Spenden Sie auf das Spendenkonto von Solidarität International e.V.
IBAN: DE 86 5019 0000 6100 8005 84  „Gaza soll leben“

3. Bremen
Sa. 14.2.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden:
 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet vor den Domtreppen statt.
Sa. 14.2. Free Gaza – Free Palestine Demo 14 Uhr Hauptbahnhof, Ziel: Domshof.

  1. Medien

Das UN-Büro OCHA meldet am 9.2.: 
– Die Gesamtzahl der vom Gesundheitsministerium seit Inkrafttreten des Waffenstillstands gemeldeten Opfer beläuft sich am 10.2. auf 581 Palästinenser in Gaza and 1,553 Verwundete.
– Obwohl das Ventil an der Mekorot-Versorgungsleitung aus Israel nach Gaza-Stadt am 2. Februar wieder geöffnet wurde, herrscht in Gaza-Stadt weiterhin ein gravierender Mangel an Trink- und Brauchwasser.
Gaza Humanitarian Response | Situation Report No. 66 
UNICEF: Mindestens 37 Kinder wurden  in diesem Jahr in Gaza getötet. 90% der Schulen sind beschädigt oder zerstört, 700.000 Kinder können nicht zur Schule gehen. Am Donnerstag zerstörte Israel die UNRWA Jabalya Preparatory Boys’ School.

Helga Baumgarten in Junge Welt:
Palästina kämpft um Bildung – Israelische Armee attackiert Universitäten und Schulen in den besetzten Gebieten. Das siedlerkolonialistische Regime will die kulturelle Identität zerstören

Deutschland hat nie aufgehört, den Völkermord des Staates Israel zu bewaffnen.
Eine brilliante Analyse von Hanno Hauenstein,
Ein neues bilaterales Cybersicherheitsabkommen und der anhaltende Waffenstrom lassen wenig Zweifel an der Haltung Deutschlands: keine Rechenschaftspflicht, sondern Normalisierung.
engl. Original

Junge Welt: Gaza bleibt unter israelischem BeschussTel Aviv missachtet weiter »Waffenstillstand«. Berichte von Gewalt bei Grenzübertritt in Rafah.
Das Medienbüro der palästinensischen Regierung in Gaza erklärte am Mittwoch, Israel habe seit Inkrafttreten des »Waffenstillstands« am 10. Oktober vergangenen Jahres 1.520mal gegen das Abkommen verstoßen.
Israel verletzt weiter seine Verpflichtung, Patienten und Verletzte zur medizinischen Behandlung den Übertritt in Richtung Ägypten zu gewähren. Nur einem Bruchteil der ohnehin winzigen Zahl von täglich 50 Betroffenen ist die Ausreise nach Ägypten gestattet worden.

kontertext: Wie über Gaza berichten?

Ein unabhängiger Kreis von Medienbeobachtern lud in Basel zum Austausch über die schwierige Berichterstattung zu Gaza ein.
Reporter ohne Grenzen: „Nicht nur sei das Arbeitsklima «extrem hart», die Journalist:innen berichten auch «über massiven Druck, Selbstzensur und erodierende journalistische Standards» in den Redaktionen, direkte Einflussnahme der israelischen Botschaft auf Medienhäuser und verordnete Glossarien, welche im Sinne der «Antisemitismus-Resolution» einen bisher nicht bekannten Einfluss nahmen auf die journalistische Praxis. So mussten etwa israelische Angriffe immer als «Reaktionen» oder «Gegenangriffe» dargestellt werden bei der ARD; der Begriff «Massaker» galt einzig für die Hamas und musste zu jedem Angriff genannt werden. Die Analogie zwischen Auschwitz und Gaza als pars pro toto für einen Genozid wurde verboten.“

Amnesty PM: Israel: Ausweitung der Todesstrafe wäre massiver Verstoß gegen das Völkerrecht 

Irene Khan, UN-Sonderberichterstatterin für Meinungsfreiheit
Pro-palästinensischer Aktivismus sowie akademische und künstlerische Freiheit werden in Deutschland unangemessen eingeschränkt.
(s. Anhang)
Die Reaktion der Behörden auf palästinensischen Aktivismus nach den Angriffen der Hamas auf Israel im Oktober 2023 löste eine erhebliche Anzahl von Beschwerden aus der Zivilgesellschaft aus. Meine Kollegen Sonderberichterstatter und ich haben viele dieser Bedenken bereits zuvor gegenüber der deutschen Regierung geäußert, darunter Einschränkungen und Verbote friedlicher Proteste, willkürliche Verhaftungen und Inhaftierungen, übermäßige Gewaltanwendung, Drohungen mit Abschiebung einiger Personen und Razzien in den Wohnungen von Aktivisten und Menschenrechtsverteidigern.
Zahlreiche Konferenzen, Vorträge, Konzerte und kulturelle Veranstaltungen aus Solidarität mit Palästina wurden abgesagt, verschoben oder eingeschränkt.
Im akademischen Bereich ergab eine Studie von Forschern der Freien Universität Berlin aus dem September 2025, dass fast 85 Prozent der deutschen Akademiker seit Oktober 2023 eine zunehmende Bedrohung der akademischen Freiheit empfinden.
Ein Hauptanliegen bleibt die Anwendung von Anti-Terror-Gesetzen, um den Inhalt palästinensischer Advocacy-Aktivitäten weitgehend einzuschränken oder zu verbieten. So wurden beispielsweise Hunderte von Aktivisten verhaftet, weil sie einen Slogan geäußert hatten, der als Slogan der Hamas identifiziert wurde, die von der deutschen Regierung als terroristische Organisation eingestuft wird. Nicht nur, dass diese Interpretation des Slogans     von einigen Experten angezweifelt wird, ein generelles Verbot oder die Kriminalisierung der bloßen Äußerung eines Slogans unter allen Umständen ist unverhältnismäßig und steht nicht im Einklang mit internationalen Menschenrechtsstandards.
….Während die deutsche Regierung behauptet, dass trotz der besonderen Staatsräson in Bezug auf Israel Raum für politische Kritik an der israelischen Regierung besteht, gab es eine Tendenz seitens verschiedener lokaler und Länderbehörden, Kritik an der Politik und den Handlungen der Regierung, die eine legitime Ausübung der Meinungsfreiheit darstellt, mit Antisemitismus zu verwechseln und gleichzusetzen,….
…  Eine problematische Ausprägung davon ist die Politik der Behörden gegenüber der Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung (BDS).   Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat in einem Verfahren gegen Frankreich zwischen Antisemitismus, der nach internationalem Recht verboten ist, und politischer Meinungsäußerung wie BDS, die zulässig ist, unterschieden. Dennoch scheint diese Kontextbetrachtung in der Resolution gegen BDS im Bundestag ignoriert worden zu sein. Die Verwirrung wird noch verstärkt durch die Tatsache, dass der Verfassungsschutz BDS, einschließlich jüdischer Gruppen, die sich dafür einsetzen, als „extremistische“ Bedrohung untersucht hat, wodurch sie einer Überwachung unterworfen werden, eine Maßnahme, die eine einschüchternde Wirkung auf die Meinungsäußerung hat.
englisches Original

FR: Wie Weinanbau Unrecht zementiertRewe nimmt nach FR-Recherche Wein aus dem Sortiment
Weine aus israelischen Siedlungen werden in deutschen Supermärkten, Online-Shops und auf Fachmessen als „israelisch“ vermarktet – und normalisieren so die illegale Besatzung der palästinensischen Gebiete. Eine investigative Recherche von Hanno Hauenstein.

Auf Recherche – SPIEGEL-Reporter vor Ort  – Wie in einem dreifachen Gefängnis (5:04)
Was früher für die Einwohner ein »Paradies« war, gleicht jetzt einem Hochsicherheitstrakt. Wie lebt es sich zwischen Stacheldraht und Straßensperren? Ein Ortsbesuch im palästinensischen Dorf Sinjil im Westjordanland.

Warum versprüht Israel Pflanzengift über Libanon? (deutsche Version s. Anhang) Israel hat in einer 10km-Pufferzone im Libanon  die meisten Häuser zerstört und mit Phosphorbomben  viele Olivenhaine und landwirtschaftliche Flächen verbrannt. Jetzt sprühen sie Glyphosat – wie an der Grenze von Gaza – und verfolgen so eine Politik der verbrannten Erde.

 

AK.Nahost Infos 4.2. 2026

  1. Petitionen

a) Die europäische Bürgerinitiative fordert  angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel

2. Petition an Aussenminister Wadepuhl:
Demokratische zivilgesellschaftliche Gruppen in Israel und Palästina schützen

In der Knesset steht das „NGO-Taxation Law“ vor der Abstimmung. Mit Inkrafttreten des Gesetzes müssten zivilgesellschaftliche Organisationen, die ausländische Mittel über einem bestimmten Schwellenwert erhalten, eine dreijährige Verpflichtung unterzeichnen, sich nicht an Demonstrationen, Kampagnen oder öffentlicher Kritik zu beteiligen. Eine Weigerung hätte zur Folge, dass für ihre ausländischen Geldgeber – darunter EU-Regierungen, UN-Behörden und Institutionen wie das Auswärtige Amt oder deutsche politische Stiftungen – eine Steuer in Höhe von 23 % erhoben würde. Bei Verstößen könnte diese Strafe auf 46 % steigen. Eine solche „Strafsteuer“ dürfte viele internationale Geldgeber abschrecken.

2. Spenden
Spende zum Aufbau des Gesundheitswesens in Gaza: Spenden Sie auf das Spendenkonto von Solidarität International e.V.
IBAN: DE 86 5019 0000 6100 8005 84  „Gaza soll leben“

2. Bremen

 Fotoausstellung – GAZA – Before and After,  Bürgerhaus Hemelingen, Godehardstr. 4, 28309 Bremen Mo.-Do: 8-22 Uhr, Fr. bis 20 Uhr.
Ursula Mindermann (Vizepräsidentin der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V.) hat eine Ausstellung mit Bildern von zehn Fotografen aus Gaza zusammengestellt und in Bremen am 23. Januar 2026 im Bürgerhaus Bremen-Hemelingen vorgestellt. Die Bilder zeigen Eindrücke aus Gaza vor dem 7.10.2023 und das anschließende Ausmaß der Zerstörungen durch das israelische Militär. Außerdem den Alltag der Menschen, die immer wieder vertrieben werden, in ihrem unermeßlichen Elend.Sa. 7.2.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet vor den Domtreppen statt.

Sa. 7.2. Demo und Kundgebung des neuen Bündnisse „Gemeinsam-für-Palästina“  Beginn: 14:30 Bei den Drei Pfählen (beim Wochenmarkt Hastedt) Die Demo geht durch die östliche Vorstadt bis zur Innenstadt (Domsheide) und biegt dann ab über die Kaisen Brücke in die Neustadt, über die Oster- und Westerstr. bis zum Lucie-Flechtmann-Platz.
Demoaufruf und Infos über die Forderungen und die Route: https://gemeinsam-fuer-palaestina.de/demo-07-02-2026/

Seeds of Palestine • Uni4Pali • Defend Kurdistan • Solid • Antira United • SDS Bremen • AStA • MERA25/DiEM25 Bremen • LAG Palästina Solidarität der Linken Bremen • Bremer Friedensforum  • Soili Asyl  • Palästina Kalender • SAV • KJ  • Jüdische Stimme Deutschland • SDAJ Bremen-Oldenburg • MLPD • FemRef Bremen • AK Nahost • Sozialismus von unten • Oldenburg 4 Palestine • KV die Linke Oldenburg Land / Delmenhorst • Alhambra für alle • Oldenburg4Pali • À gauche • Palästinensische Gemeinde Oldenburg • IPPNW Regionalgruppe Bremen • Umweltgewerkschaft•DKP •Die Linke BAG Palästina Solidarität • EndeGelände •MERA 25 HH•MERA25 Niedersachsen • Frauenrat Sêvê e.V.


So. 8.2, 1
9 Uhr Film: Palestine 1920, Zion Gemeindezentrum Eingang Kantstr.
Dieser Film von Al Jazeera Arabic beleuchtet Palästina aus einem anderen Blickwinkel. Er lässt Historiker und Zeitzeugen zu Wort kommen und zeigt Archivdokumente, die Palästina zu Beginn des 20. Jahrhunderts als blühende Provinz Großsyriens und des Osmanischen Reiches belegen. Die politischen Folgen der Balfour-Deklaration, der Konferenz von San Remo und des britischen Mandats lösten eine Reihe von Ereignissen aus, die diese dynamische, junge Gesellschaft tiefgreifend beeinflussten und zu den Ereignissen von 1948 und darüber hinaus führten. Der Film wird von Youtube gestreamt und ist in der englischsprachigen Originalfassung zu sehen – teilweise auf Arabisch bzw. Hebräisch, mit englischen Untertiteln.

Di. 10.2. 19 Uhr Vortrag und Diskussion Prof. Dr. Sabine Broeck: „Deutsche Wissenschaft, Staatsraison und der Genozid“ Haus der Wissenschaft, Sandstaße 4/5, Bremen 28195


Medien

Wirksame EU-Diplomatie und Maßnahmen in Bezug auf Palästina/Israel sind jetzt notwendig
Mehr als 400 ehemalige  europäische Botschafter, Minister und hohe Beamte
, darunter 20 deutsche Diplomaten a.D., fordern dringend  von der EU,  Maßnahmen gegen Israels völkerrechtswidrige Politik in Gaza und im Westjordanland zu ergreifen

FR: Gaza-Leid nimmt kein Ende – Grenzöffnung hilft nur den wenigsten
Nur 150 Menschen dürfen täglich die Grenze passieren. Für Tausende Flüchtlinge bedeutet das jahrelanges Warten. Und Israel kontrolliert alles.

Das UN-Büro OCHA am 28.1. Humanitarian Situation Update #355 | Gaza Strip:
– casualty toll among Palestinians since 7 October 2023, as reported by the MoH:  71,667 fatalities
–  According to Israeli forces and official Israeli sources cited in the media, more than 1,671 Israelis and foreign nationals have been killed, the majority on 7 October 2023 and its immediate aftermath.
– since the ceasefire, 492 Palestinians have been killed, 1,356 injured, and 715 bodies retrieved from under the rubble.
– According to the MoH in Gaza, as of 27 January, 11 children (seven boys and four girls) have died due to hypothermia (Unterkühlung)

Appell aus Gaza: Die Hilfsorganisationen sind eine Lebensader
Die palästinensische Journalistin Nour Aboaisha berichtet aus Gaza über die drastischen Konsequenzen des israelischen Verbots von Hilfsorganisationen.

BIP-Aktuell #382: Das Schulsystem in Gaza.. Israel behindert die Versorgung mit Schulmaterialien
Weiterlesen „AK.Nahost Infos 4.2. 2026“

Mahnwache am 31. Januar 2026 – Redebeitrag von Johannes Waehneldt

Seit über 2 Jahren verfolge ich die Ereignisse in Westasien praktisch jeden Tag. Schon kurz nach dem 7. Oktober 2023 war erkennbar, was jetzt grausame Realität geworden ist, nämlich die Vertreibung und Vernichtung des palästinensischen Volkes. Bereits im Januar 2024 hat der Internationale Gerichtshof die Plausibilität eines Völkermordes anerkannt und wiederum der Internationale Strafgerichtshof hat Haftbefehle für Benjamin Netanjahu und weitere Personen ausgestellt.

Auch wenn wir hier von Völkermord und Kriegsverbrechen sprechen können, lassen wir die juristischen Aspekte einfach beiseite und sehen uns stattdessen an, was in den letzten beiden Jahren geschehen ist.

In Gaza sind 90% aller Gebäude zerstört. Zusammen mit der Infrastruktur, also Kraftwerke, Wasser- und Abwassersysteme, Elektrizität, Lebensmittelversorgung, landwirtschaftliche Flächen – letztlich alles, was ein Volk zum Leben und Überleben braucht.

In Gaza wurden alle 36 Krankenhäuser immer wieder bombardiert, Ärzte, medizinisches Personal und Hilfskräfte entführt, verletzt oder getötet. In den Kliniken haben IDF-Schergen medizinisches Gerät wiederholt gezielt unbrauchbar gemacht.

Schulen und Universitäten wurden bombardiert und teilweise vollständig zerstört. Bücher und andere Dokumente wurden verbrannt.

Nahezu alle Moscheen, Kirchen und andere religiöse Einrichtungen wurden angegriffen, geschändet oder zerstört. Das gleiche gilt für Friedhöfe und sogar für Massengräber. Gerade aktuell hat Israel auf der Suche nach der letzten toten Geisel 700 palästinensische Gräber geschändet.

Gezielt vernichtet wurden auch Gedenkstätten, Museen – kurz, alle Einrichtungen, die der Erinnerung der palästinensischen Geschichte dienen. Dokumente und kulturelle Schätze wurde geraubt oder vernichtet.

Die ständige und wiederholte Vertreibung der Bevölkerung von einem Ort zu einem anderen; der Verlust oder die Vernichtung aller Habseligkeiten haben zu der Entstehung von improvisierten Zeltstädten geführt, in denen die Menschen in unwürdige Lebensbedingungen gezwungen wurden. Zelte stehen unter Wasser, es gibt keinen Schutz, keine Kleidung; insbesondere Babys sterben fast täglich an Unterkühlung.

Damit die Welt über all das nichts erfährt, hat Israel bis heute über 250 Journalisten gezielt ermordet.

Dieses sind alles klare Kriterien für einen Völkermord. Israels Ziel war und ist es Gaza unbewohnbar zu machen und Bedingungen zu schaffen, unter denen das Überleben des palästinensischen Volkes verhindert werden soll. Das wird auch von israelischen Politikern offen geäußert.

Dieser israelische Staatsterror ignoriert alle Maßstäbe von Menschenrecht, Völkerrecht und sogar die der immer wieder Mantra-artig heruntergebeteten „regelbasierte Ordnung“.

Trotzdem habe ich noch Fragen, die darüber hinausgehen:

  • Wer tötet ein wehrloses 5-jähriges Mädchen mit 335 Kugeln?
  • Wer greift deutlich gekennzeichnete Ambulanzen an und ermordet das Rettungspersonal?
  • Wer hetzt einen Hund auf ein autistisches Kind und lässt es dann einsam verbluten?
  • Wer lockt tausende ausgehungerte Personen zu sogenannten „Verteilerstellen“ der Gaza Humanitarian Foundation und erschießt sie dann willkürlich?
  • Wer bombardiert Zelte, im denen Intensivpatienten liegen und verbrennt sie bei lebendigem Leibe?
  • Wer veranstaltet Schieß-Wettbewerbe, mit Kindern als Zielscheibe?
  • Wer verkleidet sich als medizinisches Personal und erschießt schwer verletzte Patienten?
  • Wer durchsucht einen LKW mit Hilfslieferungen und konfisziert gezielt alle Schmerz- und Betäubungsmittel – wohl wissend, dass deshalb Kindern Gliedmaßen ohne Betäubung amputiert werden?
  • Wer foltert und vergewaltigt Geiseln und lässt sie in Konzentrationslagern sterben?

Die Liste dieser Fragen ist endlos und lässt sich zu einer einzigen Frage zusammenfassen: Wie entsteht dieses monströse Ausmaß an Menschenverachtung, an Grausamkeit, an Sadismus und wie muss man es bewerten? Wo verläuft die Grenze zwischen der kaltblütigen Durchführung dieses Massenmordes mit industriellen Mitteln einerseits und andererseits des Durchbrechens von ungebremstem Hass?

Mit ethisch moralischen Wertungen tue ich mich persönlich sehr schwer. Trotzdem kann ich nicht anders, als von dem, was in Gaza geschehen ist, als „dem Bösen“ zu sprechen, genauso wie ich es mit dem Blick auf den Holocaust und die anderen Genozide der Vergangenheit tue.

Hier hat sich die ungezügelte Aggression einer gesellschaftlichen Einheit namens Israel verselbstständigt und droht, unsere zivilisatorischen Grundfesten einzureißen. Das wollen wir nicht und deshalb stehen wir hier!

Free Palestine!

AK.Nahost Infos 28.1. 2026

  1. Petitionen

a) Die europäische Bürgerinitiative fordert  angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel
Das Assoziierungsabkommen bietet Israel vielfältige Handelsvorteile. Die EU ist mit ca. 34% Israels wichtigster Handelspartner. 2024 betrug der Gesamtumfang des Handelsvolumens zwischen Israel und der EU 42,6 Mrd. Euro. Durch das Abkommen hat Israel freien Zugang zu europäischen Märkten. Technische Handelshemmnisse wurden sukzessive abgebaut. Dadurch sparen israelische Exporteure jährlich etwa 227 Mio. Euro an Zöllen.
Alle bisherigen Versuche, das Abkommen auszusetzen, scheiterten am Veto Deutschlands, Italiens, Ungarns, Österreichs und Tschechiens. Die Initiative muss von mehr als einer Million EU-Bürger unterzeichnet werden.
Diese müssen aus mindestens sieben EU-Ländern stammen, in denen eine Mindestquote erreicht werden muss. Für Deutschland liegt dieses Quorum bei 69.120 Stimmen. Bei Erfolg der Initiative muss die Europäische Kommission Stellung beziehen und es wird Debatten im Europäoischen Parlament geben.
Die Initiative wird im DPG Rundbrief vom 13.1. genauer erklärt.

b) Amnesty International Postkarte mit Forderungen an Kanzler Merz: Der Völkermord ist noch lange nicht vorbei
2. Spenden
Gaza dringende Unterstützung

3. Bremen

 Fotoausstellung – GAZA – Before and After,  Bürgerhaus Hemelingen, Godehardstr. 4, 28309 Bremen Mo.-Do: 8-22 Uhr, Fr. bis 20 Uhr.
Ursula Mindermann (Vizepräsidentin der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft e.V.) hat eine Ausstellung mit Bildern von zehn Fotografen aus Gaza zusammengestellt und in Bremen am 23. Januar 2026 im Bürgerhaus Bremen-Hemelingen vorgestellt. Die Bilder zeigen Eindrücke aus Gaza vor dem 7.10.2023 und das anschließende Ausmaß der Zerstörungen durch das israelische Militär. Außerdem den Alltag der Menschen, die immer wieder vertrieben werden, in ihrem unermeßlichen Elend.
Sa. 31.1.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet wieder vor den Domtreppen statt.
Sa. 31.1. Free Gaza-Free Palestine Protestmarsch:
Start: 14 Uhr Hauptbahnhof, Ziel: Marktplatz.  

Sa. 7.2. Demo und Kundgebung des neuen Bündnisse „Gemeinsam-für-Palästina“  Beginn: 14:30 Weitere Infos folgen

Seeds of Palestine • Uni4Pali • Defend Kurdistan • Solid • Antira United • SDS Bremen • AStA • MERA25/DiEM25 Bremen • LAG Palästina Solidarität der Linken Bremen • Bremer Friedensforum  • Soili Asyl  • Palästina Kalender • SAV • KJ  • Jüdische Stimme Deutschland • SDAJ Bremen-Oldenburg • MLPD • FemRef Bremen • AK Nahost • Sozialismus von unten • Oldenburg 4 Palestine • KV die Linke Oldenburg Land / Delmenhorst • Alhambra für alle • Oldenburg4Pali • À gauche • Palästinensische Gemeinde Oldenburg • IPPNW Regionalgruppe Bremen • Umweltgewerkschaft•DKP •Die Linke BAG Palästina Solidarität • EndeGelände •MERA 25 HH•MERA25 Niedersachsen • Frauenrat Sêvê e.V.

 

Film im City46: A House in Jerusalem
Do. 29.1., Sa. 31.1., Mo. 2.2. + Mi. 4.2. / 17:30
Fr. 30.1., So. 1.2. + Di. 3.2. / 20:00
Das jüdische Mädchen Rebecca soll gemeinsam mit ihrem Vater von England nach Israel übersiedeln, um in Jerusalem einen Neuanfang zu machen. Alle außer Rebecca halten es für das Beste, da sie den Tod der Mutter bei einem Autounfall mitansehen musste. Im alten Haus der Großeltern in Jerusalem geschehen merkwürdige Dinge, für die Rebecca verantwortlich gemacht wird. Als Rebecca entdeckt, dass es im Haus ein weiteres Mädchen namens Rasha gibt, dass nur sie zu sehen vermag, spitzt sich der Konflikt mit ihrem Vater zu. Rasha, die bis 1948 mit ihrer palästinensischen Familie in dem Haus gelebt hat, bevor sie vertrieben wurden, wird zu einer imaginären Freundin. Bei ihr findet Rebecca mehr Trost als bei den Erwachsenen oder den neuen Schulkamerad*innen. Rashas nimmt sie mit in ihre Erinnerungen, in die Gassen der Stadt und zu einem Flüchtlingslager in Bethlehem. Vielleicht findet Rebecca hier die Lösung für die geheimnisvollen Geschehnisse Zuhause?

Film im City46 „Until we talk“ 4. Februar 2026 um 19:30.  Der Film begleitet die außergewöhnliche Freundschaft der israelischen und palästinensischen Friedensaktivisten Rami Elhanan und Bassam Aramin, die durch den Verlust ihrer Töchter im Nahostkonflikt verbunden sind. Mit großer Sensibilität erzählt er von ihrem jahrzehntelangen Engagement für Dialog, Verständigung und Versöhnung – und den Herausforderungen, die dieser Weg mit sich bringt. Im Anschluss laden wir zu einem Gespräch mit Regisseur Florian Mebes ein.

 3. Medien

 B’Tselem says Israel runs a “network of torture camps” for Palestinians: Israeli Center for Human Rights B’Tselem said in its new report that Israel maintains a “systemic, institutionalized policy of torture and abuse” against Palestinian prisoners, charging that “the entire Israeli regime is complicit” and that the international community bears responsibility for “enabling the systemic torture” by failing to intervene. The report documents at least 84 Palestinian deaths in Israeli custody since October 2023, alongside accounts of beatings, electric shocks, sexual violence, starvation, medical neglect, and extreme overcrowding.

Die neuesten Opferzahlen laut Dropsite News (21.1.): 
– T
he Health ministry has not updated the total death toll recorded since October 7, 2023, which on Tuesday stood at 71,551 killed, with 171,372 injured.
– Three journalists among those killed in Israeli airstrikes on Wednesday: Three Palestinian journalists—Mohammed Salah Qashta, Abdul Raouf Samir Shaath, and Anas Ghanem—were killed in Israeli attacks on Wednesday. The journalists were targeted in a strike on their car, while filming for an Egyptian government humanitarian initiative in the central town of Zahraa. Footage of the aftermath of the strike showed the targeted vehicle clearly marked with the Egyptian Committee’s logo. Over 260 journalists have been killed in Israel’s war on Gaza.
– Gaza authorities cite 1,300 Israeli ceasefire violations after 100 days: Israeli violations since the October 10 “ceasefire” have resulted in 1,820 people killed, wounded, or detained, including 483 killed, with over 96 percent struck inside residential areas far from the “Yellow Line,” according to Gaza’s Government Information Office.
– Israel allowed in just 43 percent of agreed-upon aid trucks and 13 percent of required fuel while blocking heavy equipment, shelter materials, medical supplies, and supplies necessary for power plant operations.

FR.: UN kritisieren Israels Vorgehen
Sachverständige sprechen von gezieler Gewalt gegen Bildungseinrichtungen.
Die israelische Armee hat Studentenproteste gegen die Behandlung palästinensischer Gefangener in Israel mit Tränengas und scharfer NMunition beantwortet. 41 Studenten wurden verletzt, z.T. schwer.

taz-Kommentar: Die Truppen der Staatsräson 
Hierzulande hat sich ein autoritärer Anti-Antisemitismus etabliert. Nur bekämpfen seine Anhänger nicht Antisemitismus, sondern das Völkerrecht.

BIP-Aktuell #381: Trumps Friedensrat Von einem Waffenstillstand in Gaza zu Israels Bedingungen bis hin zu einer mit der UNO konkurrierenden autokratischen Organisation

  1. Trumps Friedensrat
  2. Spanien erlässt Eilmaßnahmen zum Schutz der Palästinenser
  3. Aktivisten starten weltweite Kampagne für palästinensische Gefangene

Karin Leukefeld, Vor den Augen der Welt „Während internationale Empörung zur wohlfeilen Pflichtübung verkommt, wird im besetzten Ostjerusalem eine rote Linie überschritten: Israel zerstört das Hauptquartier der UNRWA – und der Westen schaut zu. Der Bruch des Völkerrechts wird benannt, aber folgenlos abgeheftet. Was sagt dieses Schweigen über die „regelbasierte Ordnung“ wirklich aus?

Schicksal Tausender Vermisster aus Gaza weiterhin unbekannt
Über 8.000 Menschen werden noch immer in Gaza vermisst – weil Israel die Identifikation übergebener Leichen behindert, Massengräber zerstört und den Zugang zu weiteren verhindert und nicht verrät, wen es in seinen Foltergefägnissen gefangen hält. Aber auch, weil Maschinen fehlen, um noch immer unter Trümmer liegende Leichen zu bergen. Khaled El Hissy ist Journalist aus Jabaliya im Gazastreifen und hat sich mit diesem Thema genauer auseinander gesetzt. Hier ist die Übersetzung seines Artikels, der am 13. Januar 2026 in Electronic Intifada erschien.

Warum hat sich kein israelischer Soldat geweigert, Zivilisten zu töten? Diese Frage stellt Uri BarJoseph in dem Artikel It’s Time for Israelis to Talk About the Mass Killings of Palestinians in Gaza
Investigations in the first months of the war found that the decision-making regarding strike targets was based on artificial intelligence systems that identified individuals to kill, structures to destroy and opportunities for hitting the target. Final approval for striking the target was given by intelligence officers, but it is clear that it was almost automatic and usually given within a few seconds. That was the case even when, according to the systems‘ data output there was no certainty that the identification of the target was correct and even when the systems‘ calculation of „collateral damage“ reached 10, 15 and sometimes even 100 innocent people.
And here comes the question that no investigative committee, whether a state commission of inquiry or any other kind, will try to confront: How could it be that even within this large group, most of whose members were raised in stable, well-off families and received a liberal, secular education, not a single person, as far as we know, said „no more“ and refused to obey an order.

– Football leaders intervene to halt West Bank pitch demolition: FIFA president Gianni Infantino and UEFA League Chief Aleksandr Ceferin have reportedly stepped in to stop Israel’s planned demolition of a football pitch in the Aida refugee camp

AK.Nahost Infos 21.1. 2026

1. Petitionen

a) Die europäische Bürgerinitiative fordert  angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel
Das Assoziierungsabkommen bietet Israel vielfältige Handelsvorteile. Die EU ist mit ca. 34% Israels wichtigster Handelspartner. 2024 betrug der Gesamtumfang des Handelsvolumens zwischen Israel und der EU 42,6 Mrd. Euro. Durch das Abkommen hat Israel freien Zugang zu europäischen Märkten. Technische Handelshemmnisse wurden sukzessive abgebaut. Dadurch sparen israelische Exporteure jährlich etwa 227 Mio. Euro an Zöllen.
Alle bisherigen Versuche, das Abkommen auszusetzen, scheiterten am Veto Deutschlands, Italiens, Ungarns, Österreichs und Tschechiens. Die Initiative muss von mehr als einer Million EU-Bürger unterzeichnet werden.
Diese müssen aus mindestens sieben EU-Ländern stammen, in denen eine Mindestquote erreicht werden muss. Für Deutschland liegt dieses Quorum bei 69.120 Stimmen. Bei Erfolg der Initiative muss die Europäische Kommission Stellung beziehen und es wird Debatten im Europäoischen Parlament geben.

b) Amnesty International Postkarte mit Forderungen an Kanzler Merz: Der Völkermord ist noch lange nicht vorbei file:///Users/cw/Documents/1%20israel-Pala%CC%88stina/AI%20zu%20Israel-Pala%CC%88stina/2026/Postkarte%20Genozid%20nicht%20vorbei.pdf?type=application/pdf

2. Spenden
Gaza dringende Unterstützung

2. Bremen

Do. 22.1. Mahnwache für Palästina 16:30- 18:30 Uhr. Grasmarkt/Marktplatz

Fr. 23.1. Vernissage Fotoausstellung – GAZA – Before and After, 18 Uhr Bürgerhaus Hemelingen, Godehardstr. 4, 28309 Bremen 
Ursula Mindermann ist Vizepräsidentin der Deutsch-Palästinensischen-Gesellschaft e.V. Sie wird eine Fotoausstellung mit Bildern von zehn Fotografen aus Gaza eröffnen.

Sa. 24.1.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet wieder vor den Domtreppen statt.

3. Medien

Noch einmal: Dieses ARTE-Video ist schwer zu ertragen:  GAZA – der Horror der israelischen Gefängnisse: (27:38)
Die Behandlung der Palästinenser in israelischen Gefängnissen ist schlimmer als in Guantanamo oder Abu Ghraib – sie wird dazu noch von israelischen Regierungsmitgliedern und Knesset-Abgeordneten für richtig erachtet, wahrscheinlich auch von einer Mehrheit der Israelis. Das sprengt alle moralischen Maßstäbe! So etwas kannte ich als Amnesty-Mitglied bisher nur aus syrischen Gefängnissen.
Diesen Film sollten alle Bundestagsabgeordneten und Regierungsmitglieder Israels sich ansehen. Wer kann dann noch Israel unterstützen?
Weiterlesen „AK.Nahost Infos 21.1. 2026“

AK.Nahost Infos 14.1. 2026

1. Petitionen

a) Die europäische Bürgerinitiative fordert  angesichts Israels Menschenrechtsverletzungen die vollständige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel. Das Assoziierungsabkommen bietet Israel vielfältige Handelsvorteile. Die EU ist mit ca. 34% Israels wichtigster Handelspartner. 2024 betrug der Gesamtumfang des Handelsvolumens zwischen Israel und der EU 42,6 Mrd. Euro. Durch das Abkommen hat Israel freien Zugang zu europäischen Märkten. Technische Handelshemmnisse wurden sukzessive abgebaut. Dadurch sparen israelische Exporteure jährlich etwa 227 Mio. Euro an Zöllen.Alle bisherigen Versuche, das Abkommen auszusetzen, scheiterten am Veto Deutschlands, Italiens, Ungarns, Österreichs und Tschechiens. Die Initiative muss von mehr als einer Million EU-Bürger unterzeichnet werden.
Diese müssen aus mindestens sieben EU-Ländern stammen, in denen eine Mindestquote erreicht werden muss. Für Deutschland liegt dieses Quorum bei 69.120 Stimmen. Bei Erfolg der Initiative muss die Europäische Kommission Stellung beziehen und es wird Debatten im Europäoischen Parlament geben.
b) Amnesty International Postkarte mit Forderungen an Kanzler Merz: 
Der Völkermord ist noch lange nicht vorbei.

2. Spenden
Gaza braucht dringend Unterstützung

2. Bremen
Do. 15.1. ZOOM-Vortrag: 19 Uhr Der Bremer AztDr. Fadi Shukfe, berichtet:  Als freiwilliger Arzt in Gaza Die Zerstörung des Gesundheitssektors als Akt des Genozids

 Meeting-ID: 875 4723 3892, Kenncode: 573290

Sa. 17.1.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet wieder vor den Domtreppen statt.
Sa. 17.1. Free Gaza-Free Palestine Protestmarsch:
Start: 15 Uhr Hauptbahnhof, Ziel: Marktplatz. 
23.1. Vernissage Fotoausstellung – GAZA – Before and After,
18 Uhr Bürgerhaus Hemelingen, Godehardstr. 4, 28309 Bremen 
Ursula Mindermann ist Vizepräsidentin der Deutsch-Palästinensischen-Gesellschaft e.V. Sie wird eine Fotoausstellung mit Bildern von zehn Fotografen aus Gaza eröffnen.

Film im City46: A House in Jerusalem
Do. 29.1., Sa. 31.1., Mo. 2.2. + Mi. 4.2. / 17:30
Fr. 30.1., So. 1.2. + Di. 3.2. / 20:00
Das jüdische Mädchen Rebecca soll gemeinsam mit ihrem Vater von England nach Israel übersiedeln, um in Jerusalem einen Neuanfang zu machen. Alle außer Rebecca halten es für das Beste, da sie den Tod der Mutter bei einem Autounfall mitansehen musste. Im alten Haus der Großeltern in Jerusalem geschehen merkwürdige Dinge, für die Rebecca verantwortlich gemacht wird. Als Rebecca entdeckt, dass es im Haus ein weiteres Mädchen namens Rasha gibt, dass nur sie zu sehen vermag, spitzt sich der Konflikt mit ihrem Vater zu. Rasha, die bis 1948 mit ihrer palästinensischen Familie in dem Haus gelebt hat, bevor sie vertrieben wurden, wird zu einer imaginären Freundin. Bei ihr findet Rebecca mehr Trost als bei den Erwachsenen oder den neuen Schulkamerad*innen. Rashas nimmt sie mit in ihre Erinnerungen, in die Gassen der Stadt und zu einem Flüchtlingslager in Bethlehem. Vielleicht findet Rebecca hier die Lösung für die geheimnisvollen Geschehnisse Zuhause?

3. Medien

UN-Bericht dokumentiert Verschärfung jahrzehntelanger schwerer rassistischer Diskriminierung durch Israel im besetzten Westjordanland: Thematischer Bericht – Israels diskriminierende Verwaltung des besetzten Westjordanlands, einschließlich Ostjerusalems  Thematic Report – (Israel’s discriminatory administration of the occupied West Bank, including East Jerusalem) Bericht auf deutsch
Zusammenfassung: Dieser thematische Bericht des Büros des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte befasst sich mit der Menschenrechtslage im besetzten Westjordanland, einschließlich Ostjerusalem, und konzentriert sich dabei auf die diskriminierende Verwaltung Israels in diesem Gebiet, die gegen das Völkerrecht verstößt, darunter Artikel 3 des Internationalen Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung (ICERD), der Rassentrennung und Apartheid verbietet. Der Bericht analysiert die diskriminierenden Gesetze, Politiken und Praktiken der Unterdrückung und Herrschaft Israels gegenüber den Palästinensern, von denen einige seit Jahrzehnten bestehen, mit Schwerpunkt auf dem Zeitraum zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 30. September

Israel plant neue Bodenoffensive. Middle East Eye fasst die Situation zusammen: Israel planning renewed Gaza offensive in March, report says
Military seeks to seize more land in Gaza and push the Yellow Line further west towards the coast, Israeli media reports

Mondoweiss: Israel is quietly erasing Palestinian refugee camps from existence in the West Bank

IHRA-Definition von Antisemitismus
. Der israelische Professor Amos Goldberg begrüßt die Entscheidung des neuen New Yorker Bürgermeisters Mamdani, die IHRA-Definition von Antisemitismus abzuschaffen und erklärt ausfüjhrlich, wie diese Definition zustande kam und welche unerwünschte Folgen sie hatte. (Sehr lesenswert!).

Dropsite News am 9.1.26 
The Gaza Genocide, The West Bank, and Israel

  • Casualty counts in the last 24 hours: Over the past 24 hours, the bodies of 14 Palestinians arrived at hospitals in Gaza, while 17 Palestinians were injured, according to the Gaza Ministry of Health. The total recorded death toll since October 7, 2023 is now 71,409 killed, with 171,304 injured.
  • Total casualty counts since ceasefire: Since October 11, the first full day of the ceasefire, Israel has killed at least 439 Palestinians in Gaza and wounded 1,223, while 688 bodies have been recovered from under the rubble, according to the Ministry of Health.
  • Israel kills at least 14 in a wave of attacks across Gaza on Thursday: Israeli forces carried out a series of attacks across the Gaza Strip on Thursday, killing at least 14 Palestinians—including five children. The deadliest strikes hit tents and shelters for displaced families ….
  • ….Emergency physician Abdel Rahim Al-Adawi said doctors are “working blind” after Israeli forces destroyed labs and imaging units…
  • Education in Gaza is not a “critical activity,” Israel says: Israeli authorities told the UN that “education is not a ‘critical activity’” for Palestinians, according to UN Secretary General’s spokesperson, as Israel continues to block the entry of basic school supplies….
  • In two weeks alone, Israeli authorities demolished 50 Palestinian structures in Area C and East Jerusalem: Over the past two weeks, Israeli authorities demolished 50 Palestinian-owned structures in Area C and East Jerusalem, displacing more than 50 Palestinians and disturbing the livelihoods of around 14,000 people, according to the UN Office for the Coordination of Humanitarian Affai

Junge Welt: Waffenruhe mit Toten. Israel greift unvermindert Gazastreifen an. 1.100 Verstöße laut Hamas

Pro-Israel Lobbygruppen sind verstärkt aktiv, z. T. mit deutschen Steuergeldern: Journalistischer Schutzwall gegen die Wahrheit. Israel betreibt mit Partnerorganisationen in Deutschland massive Lobbyarbeit — auch, um die endlich aufflammende Medienkritik am Gaza-Massaker im Keim zu ersticken. Ein Beitrag von Annette Groth
Laut dem Lobbyregister hat ELNET 2024 gut eine Million Euro für Interessenvertretung im Bundestag aufgewendet, verschickt Positionspapiere, lädt zu parlamentarischen Frühstücken ein und pflegt engen Kontakt zu Abgeordneten und ihren Mitarbeitenden……ELNET erhielt im Geschäftsjahr 2024 öffentliche Gelder von deutschen Bundes- und Landesregierungen in Höhe von 190.000 bis 230.000 Euro für Konferenzen und Projekte.
…Seit 2017 flogen mindestens 96 Mitglieder des Bundestags, 14 Landtagsabgeordnete und 4 deutsche Mitglieder des Europaparlaments mit ELNET nach Israel, einzelne von ihnen sogar mehrmals. Keine andere Lobbyorganisation hat in diesem Zeitraum so viele Auslandsreisen für deutsche Abgeordnete organisiert.

Das Netzwerk Kritischer Journalismus hat sich gegründet und macht am 17.1. eine Fachkonferenz über die deutsche Berichterstattung zu Gaza/Westbank/Israel
Wir sind eine Gruppe von Journalist*innen, die für deutsche Medien im Bereich Hörfunk, TV, Print und Social Media arbeiten. Es braucht eine Aufarbeitung der groben Fehler vergangener Jahre. Wir wollen ein Gegengewicht sein zum immer größer werdenden Klima der Verunsicherung. Wir wollen die von Selbstzensur geprägten Strukturen innerhalb deutscher Medienhäuser dekonstruieren und uns wieder auf die Grundlagen unseres Handwerks besinnen.
Panelist:innen/ Gäste: Alena Jabarine, Kristin Helberg, Tomer Dotan-Dreyfus, Pauline Jäckels, Daniel Bax, Alexander Schwarz (ECCHR) u.v.m.

Weiterlesen „AK.Nahost Infos 14.1. 2026“

AK.Nahost Infos 7.1. 2026

  1. Petitionen

Im Flüchtlingslager Aida in Bethehem soll der Fußballplatz von der israelischen Armee zerstört werden! Israel hat den Abriss eines Fußballplatzes in Palästina angeordnet! Dieser Platz ist der einzige Ort, an dem sich Kinder frei fühlen, wo sie spielen und dazugehören können – trotz der bedrohlich aufragenden Trennmauer. Die FIFA und die UEFA können dies verhindern, aber nur, wenn die Welt zusieht. Die Bulldozer könnten jeden Tag kommen. Ich habe gerade unterschrieben, um diesen Kindern zu helfen, die Spitzenvertreter des Fußballs zu erreichen und ihren Platz zu retten. Bitte unterschreiben!!! 

AI-Petition: Menschen in Gaza retten, Genozid stoppen!

Online-PetitionDr. Gussam Abu Safiya ist seit 1 Jahr in Willkürhaft   Das Gesetz über „unrechtmäßige Kombattanten“ entzieht palästinensischen Häftlingen ihre durch das Völkerrecht geschützten Rechte und ermöglicht ihre unbefristete Inhaftierung ohne Anklage oder Gerichtsverfahren. Zu den „geheimen Beweisen“ wird den Anwälten der Zugang verweigert. Seit Oktober 2023 haben die israelischen Behörden auf der Grundlage dieses Gesetzes Tausende von Palästinensern inhaftiert, darunter Hunderte von Beschäftigten im Gesundheitswesen wie Dr. Abu Safiya.
(Hier ist noch ein LINK zur Seite von MENA rights group, wo die Chronologie der Verhaftung von Dr. Abu Safiya ausführlich dargestellt wird: )

2. Spenden:
–  Dringender Hilfsaufruf zur Unterstützung von Gaza, Deutsch-Palästinensische Medizinische Gesellschaft: DE48 4401 0046 0999 5114 61

Spende zum Aufbau des Gesundheitswesens in Gaza: Spenden Sie auf das Spendenkonto von Solidarität International e.V.
IBAN: DE 86 5019 0000 6100 8005 84  „Gaza soll leben“

3. Bremen

Sa. 10.1.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet wieder vor den Domtreppen statt.

Di. 13.1. Nida Younis, TWO BODIES / Zwei Körper, Gedichte und literarische Kultur in Palästina. Deutsch-arabische Lesung und Gespräch mit der Autorin, 19 Uhr  Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, Bremen 28195
https://dpg-netz-bremen.de/?ai1ec_event=nida-younis-deutsch-arabische-lyrik&instance_id=740

Do. 15.1. ZOOM-Vortrag: 19 Uhr Der Bremer Azt, Dr. Fadi Shukfe, berichtet:  Als freiwilliger Arzt in Gaza – Die Zerstörung des Gesundheitssektors als Akt des Genozids  https://us06web.zoom.us/j/87547233892?pwd=hvFAnxiCj57Pbxm6gGRPIU8QFkNKbR.1 Meeting-ID: 875 4723 3892, Kenncode: 573290 Weiterlesen „AK.Nahost Infos 7.1. 2026“

AK.Nahost Infos 31.12. 2025

1. Petitionen

Online-Petition: Dr. Gussam Abu Safiya ist seit 1 Jahr in Willkürhaft
Das Gesetz über „unrechtmäßige Kombattanten“ entzieht palästinensischen Häftlingen ihre durch das Völkerrecht geschützten Rechte und ermöglicht ihre unbefristete Inhaftierung ohne Anklage oder Gerichtsverfahren. Zu den „geheimen Beweisen“ wird den Anwälten der Zugang verweigert.
Seit Oktober 2023 haben die israelischen Behörden auf der Grundlage dieses Gesetzes Tausende von Palästinensern inhaftiert, darunter Hunderte von Beschäftigten im Gesundheitswesen wie Dr. Abu Safiya.
(Hier ist noch ein LINK zur Seite von MENA rights group, wo die Chronologie der Verhaftung von Dr. Abu Safiya ausführlich dargestellt wird)

2. Spenden:
–  Dringender Hilfsaufruf zur Unterstützung von Gaza, Deutsch-Palästinensische Medizinische Gesellschaft: DE48 4401 0046 0999 5114 61
Spende zum Aufbau des Gesundheitswesens in Gaza: Spenden Sie auf das Spendenkonto von Solidarität International e.V.  IBAN: DE 86 5019 0000 6100 8005 84  „Gaza soll leben“

3. Bremen

Sa. 3.1.2026  Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet wieder vor den Domtreppen statt.

4. Medien
Das UN-Büro OCHA meldet:
since the ceasefire in October 2025 and as of 29 December, 414 people were killed and 1,145 injured, MoH reports.
Meanwhile, Palestinians across the Strip continue to face severe challenges due to recent rainstorms since 11 December. Some 56,051 families across 464 locations and 56 neighbourhoods have been affected.
Weiterlesen „AK.Nahost Infos 31.12. 2025“

AK.Nahost Infos 24.12. 2025

1. Protestbrief: Eine deutsche Reederei transportiert auf einem ihrer Schiffe Waffen nach Israel. Dagegen sollte man protestieren.
Amnesty: Deutsche Reederei Gerdes muss Rüstungslieferungen an Israel stoppen
https://www.amnesty.de/pressemitteilung/israel-besetztes-palaestinensisches-gebiet-deutsche-reederei-gerdes-frachtschiff-holger-g-ruestungslieferungen-stoppen
Hier ein Formulierungsvorschlag für einen Protestbrief an info@reederei-gerdes.de
Sehr geehrte Damen und Herren,
Wie Sie vielleicht wissen, wird Israel von den meisten Menschenrechtsorganisationen (Amnesty International, Human Rights Watch, B’tselem…) des Völkermords bezichtigt und auch der Internationale Gerichthof in Den Haag hält die Möglichkeit eines Völkermordes für plausibel, hat aber noch kein endgültiges Urteil gefällt. Alle Staaten, Organisationen, Firmen sind völkerrechtlich verpflichtet, einem Völkermord vorzubeugen bzw. ihn zu verhindern. Das gilt natürlich  auch für Waffenlieferungen nach Israel. Da auf einem Ihrer Schiffe, Waffen nach Israel transportiert werden, möchte ich Sie warnen, nicht mitschuldig zu werden und fordere Sie auf die Lieferung zu stoppen.

2.Spenden:
–  Dringender Hilfsaufruf zur Unterstützung von Gaza, Deutsch-Palästinensische Medizinische Gesellschaft: DE48 4401 0046 0999 5114 61
Spende zum Aufbau des Gesundheitswesens in Gaza: Spenden Sie auf das Spendenkonto von Solidarität International e.V. IBAN: DE 86 5019 0000 6100 8005 84  „Gaza soll leben“ (Infos s. Anlage)

2. Bremen

Sa. 27.12. Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet wieder vor den Domtreppen statt.

3. Medien

Die israelischen Angriffe gehen weiter. Das UN-Büro OCHA berichtet: Between 22 and 23 December, Israeli shelling and airstrike continued across the Gaza Strip. In North Gaza, sustained tank and artillery fire, along with small-arms fire, were reported in Beit Lahiya and Jabalya camp…..
Humanitarian Situation Update #350 | West Bank: Between 9 and 22 December, six Palestinians, including four children, were killed by Israeli forces or settlers in the West Bank. Since the beginning of the year, a total of 238 Palestinians, including 56 children (24 per cent), were killed by Israeli forces or settlers, including 223 by Israeli forces, nine by Israeli settlers,…On 10 and 14 December, according to the Palestinian Commission of Detainees’ Affairs, two Palestinian prisoners died in Israeli custody.…According to the UN Human Rights Office (OHCHR), between 7 October 2023 and 19 December 2025, at least 85 Palestinians, including a 17-year-old child, died in Israeli detention, including 54 from the Gaza Strip, 29 from the West Bank and two Palestinian citizens of Israel.
As of 2 December 2025, according to data provided by the Israel Prison Service (IPS) to Hamoked, an Israeli human rights NGO, there are 9,183 Palestinians in Israeli custody, including 1,254 sentenced prisoners, 3,359 remand detainees, 3,350 administrative detainees held without charge or trial, and 1,220 people held as “unlawful combatants.”
Between 9 and 22 December, OCHA documented 46 Israeli settler attacks against Palestinians that resulted in casualties, property damage or both. The attacks led to the killing of a Palestinian child (see above) and the injury of 24 Palestinians (of whom five were children), including 23 by Israeli settlers and one by Israeli forces…So far in 2025, OCHA has documented over 1,770 settler attacks that resulted in casualties or property damage in more than 270 communities across the West Bank.
Between 9 and 22 December, OCHA documented the demolition of 50 Palestinian-owned structures for lacking Israeli-issued building permits, which are almost impossible for Palestinians to obtain..affecting more than 2,000 people.
Overall, at least 243 Palestinian households in East Jerusalem have eviction cases filed against them in Israeli courts, the majority by settler organizations, placing more than 1,000 people, including over 460 children, at risk of forced displacement.
During the last 3 years, more than 12,000 Palestinians have been displaced due to demolitions (all types) and Israeli settler violence and access restrictions. In addition, in 2025, nearly 32,000 Palestinians have been displaced by Palestinian and Israeli forces operations in Jenin refugee camp as well as by Israeli forces operations in Tulkarm and Nur Shams refugee camps…

Berliner Zeitung:  Exklusiv: Seit Liefer-Wiederaufnahme genehmigt Deutschland Waffenexporte nach Israel im Wert von 54 Millionen Euro
Nach der Wiederaufnahme der Waffenlieferungen nach Israel laufen die Genehmigungen wieder. Exklusive Zahlen, die auf eine Anfrage der Linken zurückgehen, zeigen das Ausmaß.

DLF: Historiker Omer Bartov: Israel entwickelt sich zu einem Apartheidsregime (14:42) Bartov sagt alles Wesentliche, was über den Konflikt zu sagen ist! Unbedingt hörenswert! Er nennt Deutschland als die nach den USA hauptverantwortliche Nation für einen notwendigen Kurswechsel Israels.
In Israel erodiert die Rechtsstaatlichkeit. So lautet die Einschätzung des Historikers Omer Bartov. Er sieht Anzeichen von Apartheid. Von den zwei Bevölkerungsgruppen besitze eine demokratische Rechte, die andere habe gar keine.

DLF Die Erpressung der Völkerrechtler Die USA verhängen Sanktionen gegen Richter und Richterinnen des Internationalen Gerichtshofs.

Dropsite news: Israel Is Preparing for a Permanent Presence in Gaza, Satellite Images Reveal

Tiktok soll für Israel werben:
Der Käufer von TIktok ist der jüdische Milliardär Larry Ellison ist, „der größte  private Mäzen der israelischen Armee“, wie Le Monde diplomatique in ihrer Dezemberausgabe schreibt. Larry Ellisons Managerin sagt unumwunden über die künftige Aufgabe von Tiktok: “ Wenn die Mitarbeiter  nicht mit unserer Mission einverstanden sind, den Staat Israel zu unterstützen, ist das vielleicht nicht das richtige Unternehmen für sie.“  So hofft Netanjahu die Jugend in den USA wieder auf eine proisraelische Linie zu bringen.

BIP-Aktuell #378: Israels Krieg gegen den Journalismus Deutsche Journalisten zum Schweigen gebracht – palästinensische Journalisten getötet
Israels Krieg gegen Journalisten
Bemerkenswert
Israelische Streitkräfte töteten einen 17-jährigen palästinensischen Jungen im südlichen Teil des besetzten Westjordanlands
BIP zitiert die Jüdische Allgemeine, die über Botschafter Pronsors Kritik am Spiegel berichtet: »Schämen Sie sich!« – Ron Prosor kritisiert »Spiegel«.
Der Spiegel hatte am Holocausttag ein Interview mit dem Holocaustforscher Omer Bartow veröffentlicht. Dazu sagte Pronsor: “ »In einer offensichtlich hasserfüllten redaktionellen Entscheidung beschloss der ›Spiegel‹, nicht etwa die Geschichten der letzten Holocaust-Überlebenden hervorzuheben oder die Bedeutung der Holocaust-Bildung für kommende Generation zu betonen. Es überließ die Bühne stattdessen einem Israeli, der bereit ist, sein Land der Unmenschlichkeit zu bezichtigen.« Der Spiegel habe einen „von Selbsthass zerfressenen“ Israeli interviewt, nämlich den Historiker Omer Bartov. Dieser gehöre zu einem »altbekannten Chor« aus »antisemitischen Juden«, zu denen der Botschafter in dem Schreiben auch Meron Mendel, Deborah Feldman und Omri Boehm zählte.  Weiterlesen „AK.Nahost Infos 24.12. 2025“

AK.Nahost Infos 17.12. 2025

Sa. 20.12. Mahnwache für einen gerechten Frieden: 11:30 – 12:30  Die Mahnwache findet bis Weihnachten nicht vor dem Dom, sondern auf dem Zugang zwischen Liebfrauenkirchhof und Sögestraße statt.

2. Medien
taz-Kommentar zu Merz in Israel: Als wäre nichts gewesen (taz, 7.12. 2025)
Der Kanzler besucht den israelischen Premier Benjamin Netanjahu und betont die gemeinsamen Grundsätze. Man möchte schreien – aber es brächte nichts.

Es werden noch immer Menschen in Gaza getötet, aber das steht nicht in deutschen Medien. Das UN-Büro OCHA berichtet am 16.12.: According to the Gaza Ministry of Health, 11 people were killed and 51 others injured in the last 48 hours.  (s. Anhang)

Anmnesty: Israel: Angriffe der Hamas am 7. Oktober 2023 waren Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Israelischer TV-Kanal 14: „Gaza wird überflutet werden; kein einziges Zelt wird stehen bleiben.“ – „Das sind gute Nachrichten!“ – „Was mich betrifft, so wird, so Gott will, kein einziger Bewohner und keine einzige Bewohnerin Gazas übrigbleiben. Gaza wird von vielen Dingen ‚gesäubert‘ werden.“ (Gespräch zwischen Wetteransager und Nachrichtenmoderator im israelischen Sender Channel 14 über die zu erwartenden Auswirkungen des bevorstehenden Sturms auf Gaza, 9. Dezember 2025)

Israels Folterer erwarten Lob: Nachdenkseiten „Willkommen in der Hölle Weiterlesen „AK.Nahost Infos 17.12. 2025“