Comfortably numb –
Schau nicht weg

Roger Waters (Pink Floyd) und Mona Miari haben einen Klassiker der Gruppe Pink Floyd neu aufgenommen und in aktuellen Kontext gestellt¹ – in die Frage, ob man zu gegenwärtigen Verbrechen schweigen kann. Da der Clip im Original auf Englisch bzw. Arabisch ist, wurden hier deutsche Untertitel hinzugefügt.

Wer etwas tun möchte, kann sich vielfältig engagieren – eine besonders einfache Möglichkeit ist, mit der Familie, Freunden und Arbeitskolleg:innen über das Thema zu sprechen.

Noch einfacher: Zum Beispiel an Medico International zu spenden, die sich vor Ort engagieren: Website Medico Deutschland (Link)

¹ Das Original des Musikvideos und viele Hintergrundinformationen gibt es hier (Link).

Rechtlicher Erfolg: Verfassungsschutz stellt Überwachung von BDS Berlin nach Intervention des ELSC ein

Grafik: KI

Der deutsche Verfassungsschutz (Bundesamt für Verfassungsschutz) hat seine Überwachung und Erfassung der Palästina-Solidaritätsgruppe „BDS Berlin“ nach rechtlichem Druck seitens des ELSC eingestellt.

Im Vorverfahren ist der Verfassungsschutz der Klage nachgegeben, die das European Legal Support Center (ELSC) über seinen Partneranwalt Ammar Bustami gegen die Einstufung von BDS Berlin als „extremistische“ Gruppe durch den Verfassungsschutz eingereicht hatte. In einem Schreiben erklärte das Amt: „Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat die Überwachung Ihres Mandanten eingestellt und wird ihn künftig nicht mehr als ‚nachweislich extremistisch‘ einstufen.“

Tatsächlich hat der Verfassungsschutz weder die Palästina-Solidaritätsgruppen „BDS Berlin“ noch „BDS Bonn“ in seinem kürzlich veröffentlichten „Verfassungsschutzbericht 2025“ namentlich genannt. Beide Gruppen wurden erstmals im Bericht des vergangenen Jahres namentlich genannt, was zu einem rechtlichen Einschreiten des ELSC zugunsten von BDS Berlin führte. Weiterlesen „Rechtlicher Erfolg: Verfassungsschutz stellt Überwachung von BDS Berlin nach Intervention des ELSC ein“

UN-Untersuchung fordert Freilassung eines von Israel inhaftierten palästinensischen Arztes

screenshot AJ

Die Untersuchungskommission fordert Israel nachdrücklich zur Freilassung von Hussam Abu Safia auf und beruft sich dabei auf glaubwürdige Berichte über schwere Misshandlungen, denen er ausgesetzt sei.

Von Al Jazeera und Reuters (8. Juli 2026)

Eine Untersuchungskommission der Vereinten Nationen hat Israel aufgefordert, einen palästinensischen Arzt, der seit mehr als 18 Monaten ohne Anklage inhaftiert ist, unverzüglich freizulassen.

Die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für das besetzte palästinensische Gebiet appellierte am Mittwoch an die Öffentlichkeit, sich für Hussam Abu Safia, den 52-jährigen Direktor des Kamal-Adwan-Krankenhauses in Gaza, einzusetzen, da glaubwürdige Berichte vorlägen, wonach er „anhaltenden und schweren Misshandlungen“ ausgesetzt sei. Weiterlesen „UN-Untersuchung fordert Freilassung eines von Israel inhaftierten palästinensischen Arztes“